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SACHSELN: Ein neuer Bruder-Klaus-Kaplan im Jubiläumsjahr

Der neue Bruder-Klausen-Kaplan ist im Amt. Pater Josef Rosenast freut sich trotz anfänglicher Bedenken auf den besonderen Einstieg ins Jubiläumsjahr 2017.
Primus Camenzind
Pater Josef Rosenast in der Pfarrkirche Sachseln. Bild: Corinne Glanzmann (Sachseln, 2. November 2016)

Pater Josef Rosenast in der Pfarrkirche Sachseln. Bild: Corinne Glanzmann (Sachseln, 2. November 2016)

Der 66-jährige Pallottinerpriester war vergangene Woche dabei, seine Wohnung im Haus der Bruder-Klausen-Stiftung unmittelbar neben der Sachsler Pfarrkirche häuslich einzurichten. «Allerdings habe ich seit dem Amtsantritt am 1. November auch schon recht viele berufliche Termine», lässt Pater Josef Rosenast im Gespräch mit unserer Zeitung verlauten.

Zuerst erklärt uns der frühere Generalvikar des Bistums St. Gallen, weshalb er nach 12 Jahren in bedeutender klerikaler Position der Berufung zum Bruder-Klausen-Kaplan nach Sachseln gefolgt ist. Die Demission in der Ostschweiz habe nichts mit dem Pensionsalter zu tun, denn das sei im Priesteramt ohnehin häufig «verschoben», meint der ehemalige Stellvertreter des St. Galler Bischofs. «Es war der Bistumsleitung und der Pallottiner-Gesellschaft bekannt, dass ich nach rund zehn Jahren einen Wechsel ins Auge fassen werde.»

Neugierig auf die Zukunft

Ist der Wechsel nach Sachseln seine freie Entscheidung oder als Gehorsam gegenüber seinem Vorgesetzten, dem Provinzial der Pallottiner-Gemeinschaft zu verstehen? «Beides», lässt er uns wissen. «Nach meiner Demission als Generalvikar konnte ich mir ein Jahr lang Gedanken machen und mit Neugierde darauf warten, was die Zukunft wohl bringen wird.» Pater Josef Rosenast hörte vom Wunsch des 70-jährigen Walter Signer, das Amt als Bruder-Klausen-Kaplan weiterzugeben. «Mein Gespräch mit unserem Provinzial zeigte trotz anderen, ebenfalls im Raum stehenden Projekten, dass das hier in Sachseln für mich eine schöne Aufgabe sein kann.» Ausschlaggebend war auch, dass die Pallottiner Schweiz eine «Bruder-Klausen-Provinz» ist. «Und auch ich selber bin ein glühender Anhänger des Niklaus von Flüe und seiner Gattin Dorothea.»

«Fast eine gewisse Angst» vor dem Jubiläum

Josef Rosenast sieht sich nach den St. Galler Jahren wieder an der Basis der Seelsorge. Eine seiner wichtigsten Aufgaben wird die Betreuung von Wallfahrtsgruppen sein, die ohne priesterliche Begleitung anreisen. Aber Hand aufs Herz – wirkt nicht vor allem das 2017 gross angelegte Jubiläum «600 Jahre Bruder Klaus (1417–1487)» anziehend? «Im Gegenteil, zuerst kam in mir deswegen fast eine gewisse Angst auf», widerspricht Rosenast in seinem sympathischen Appenzeller Dialekt. «Ein solches Jubiläum, da kann ich als Neuer ja fast nur verlieren, dachte ich mir anfänglich.» Als ihm jedoch zu Ohren kam, dass es einen Trägerverein gibt, der das Jahr minutiös vorbereitet, kam bei ihm Freude auf und er spüre «den Reiz, dass mir ein ganz besonderer Einstieg bevorsteht». Diese Aussage deckt sich mit einer früheren Aussage von ihm im «Appenzeller Volksfreund» vom 30. Juli dieses Jahres: «Ich bin als Priester dazu berufen, meine Mission mit meinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Talenten zu erfüllen.»

Nach 12 Jahren als Generalvikar und vorher 13 Jahren als Pfarrer und Dekan, beides verbunden mit viel administrativer Arbeit, freut es den neuen Bruder-Klausen-Kaplan, wieder eine Aufgabe zu erfüllen, «die doch mehrheitlich pastoral ist, viel mit Menschen und meiner Idee von Bruder Klaus und Dorothea zu tun hat.»

Unterschiedliche Kulturen als Chance

Pater Josef Rosenast lebte als «Alpsteinseelsorger» viele Jahre den Traum, auf den Höhen seiner Heimat Gottesdienste zu feiern. Das gehöre, sofern möglich, auch weiterhin zu seiner Zukunftsplanung, liess er nach seinem Rücktritt in St. Gallen verlauten. Zuerst allerdings reiste er in seiner dienstfreien Zeit für einen Bildungsaufenthalt nach Israel. Dort sei ihm bewusst geworden, dass es eine Chance sei, unterschiedlichen Menschen und ihren Kulturen näherzukommen. Zurück in der Schweiz, zog es Rosenast im Hochsommer in seine geliebten Berge, bevor er für einen Monat als Delegat an das Generalkapitel der Pallottiner nach Rom reiste. Zum Schluss unseres Gesprächs nahm der neue Bruder-Klausen-Kaplan mit Freuden zur Kenntnis, dass auch im Obwaldnerland Seelsorger willkommen sind, die auf unseren Alpen die Bergmessen zelebrieren.

Hinweis

Begrüssungsgottesdienst in der Pfarrkirche Sachseln, Sonntag, 6. November, 10 Uhr.

Primus Camenzind

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