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SACHSELN: Hochwasserschutz am Sigetsbach soll verbessert werden

Der Sammler des Sigetsbachs hat kein Holzrückhaltesystem. Die Gemeinde Sachseln will rund 2,5 Millionen Franken in zusätzliche Massnahmen investieren. Am 21. Mai wird abgestimmt.
Martin Uebelhart
Im Jahr 2009 bereits erhielt der Sigetsbach einen Sammler. (Bild: Robert Hess)

Im Jahr 2009 bereits erhielt der Sigetsbach einen Sammler. (Bild: Robert Hess)

Holz in Bächen kann bei Unwettern zum Problem werden. Brücken können verstopfen – grosse Schäden sind die Folge. Der Sammler des Sigetsbachs in Sachseln hat heute kein Holzrückhaltesystem. Ein solches soll nun gebaut werden, über den entsprechenden Kredit stimmen die Sachsler am 21. Mai ab. Der Einwohnergemeinderat beschäftigt sich schon geraume Zeit mit der Frage einer Holzsperre. Nach dem Hochwasser vom August 1997 waren im Auftrag des Bundes hydraulische Modellversuche zum Holzrückhalt angestellt worden. Aufgrund der Ergebnisse beschloss der Gemeinderat, einen Holzrückhalt einzubauen. Allerdings reicht dies allein nicht. Aufgrund des zurückgestauten Wassers würde der bestehende Damm des Sammlers durchnässt und dadurch instabil. Die Gemeinde liess das Projekt weiterausarbeiten, insgesamt gab es sechs Varianten.

Beim nun vorliegenden Projekt sollen neben dem Holzrückhalt weitere Massnahmen umgesetzt werden. Der bestehende Damm wird neu erstellt und erhält einen wasserdichten Kern. Die innenliegenden Böschungen werden mit einbetonierten Blocksteinen geschützt. Die bestehende Erschliessungsstrasse wird durch den Dammbau optimiert. Seitlich der bestehenden Abschlusspresse entsteht ein Überlastbauwerk. Kippelemente sollen das Wasser im Überlastfall in einen Entlastungskorridor ableiten. Beides wird erst bei einem über 100-jährlichen Ereignis aktiviert.

Unterhalb des Sammlers wird im Sigetsbach die Geometrie von drei Sperren optimiert. Zudem werden die Böschungssicherungen verstärkt Auch am Maienbach werden verschiedene Massnahmen realisiert.

Mit dem Hochwasserschutzprojekt werde die Übersarungs- und Überschwemmungsgefahr im gesamten Gefährdungsperimeter wesentlich verringert.

Baubeginn ist für den kommenden Herbst geplant

Die Kosten für das Projekt betragen 2,55 Millionen Franken. Vom Bund erwartet Sachseln einen Beitrag von 50 Prozent oder 1,275 Millionen, der Kantonsbeitrag wird mit 612000 oder 24 Prozent angenommen. Der Gemeinde verbleiben 663000 Franken. Die Subventionsbeiträge von Bund und Kanton basieren laut Abstimmungsunterlagen auf aktuellen Annahmen. Der defini­tive Betrag wird erst im Verlauf der Projektgenehmigung festgelegt. Für Mehrleitungen könnten bis zu 255000 Franken zusätzliche Subventionen vom Bund erwartet werden. Dann würde sich der Gemeindebeitrag entsprechend verringern.

Die Detailplanung sei weitgehend abgeschlossen, schreibt der Gemeinderat weiter. Die öffentliche Planauflage soll im Juni 2017 erfolgen. Die Projektgenehmigungen durch Bund und Kanton seien in Aussicht gestellt worden. Bei einem Ja an der Urne ist der Baubeginn für den kommenden Herbst geplant. Die Bauarbeiten sollen 2018 abgeschlossen sein.

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Orientierungsversammlung am Mittwoch, 3. Mai, 20 Uhr, im Dachstock des Gemeindehauses.

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