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SACHSELN: Im Altersheim war ihr zu wenig los

Margrith Omlin-Rohrer ist die älteste Sachslerin. Zum 105. Geburtstag gabs Glückwünsche und ein Gläschen Sekt.
Marion Wannemacher
Der Sachsler Gemeindepräsident Peter Rohrer gratuliert Margrith Omlin-Rohrer zum 105. Geburtstag. (Bild: Marion Wannemacher (Sachseln, 20. Februar 2017))

Der Sachsler Gemeindepräsident Peter Rohrer gratuliert Margrith Omlin-Rohrer zum 105. Geburtstag. (Bild: Marion Wannemacher (Sachseln, 20. Februar 2017))

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@obwaldnerzeitung.ch

Der runde Esstisch in der Wohnung von Margrith Omlin-Rohrer ist voll besetzt. Söhne, Schwiegertöchter, Nachbarn, Freunde und gar der Gemeindepräsident von Sachseln, Peter Rohrer, sind gekommen, um mit ihr den 105. Geburtstag zu feiern. Gut sehen kann die älteste Einwohnerin von Sachseln zwar nicht mehr, ansonsten ist sie erstaunlich fit und zwäg. «Wo ist der Sandloch-Peter?», fragt sie munter und stellt fest: «Ich kann es gar nicht fassen, dass er Gemeindepräsident ist.» Ja, mit 105 Jahren darf man so etwas auch schon mal vergessen.

Zum Anstossen gibt es für alle ein Gläschen Sekt, die Jubilarin geniesst das Feiern in gemütlicher Runde. Vor zwei Jahren war Margrith Omlin-Rohrer mal für drei Wochen im Betagtenheim Felsenheim. «Sie meldete sich dann bei uns und erklärte, sie sei jetzt fertig da und wolle wieder heim», erzählt ihr ältester Sohn Karl Omlin. «Da waren ihr zu viele alte Leute», witzelt ein Nachbar.

Sie versorgt sich noch selbst und haushaltet

Die gebürtige Kernserin macht ihren Haushalt zum Teil noch selbst, versorgt sich und wäscht, zum Putzen kommen die Schwiegertöchter vorbei, sie bringen ihr auch das Mittagessen. Ihr grösstes Vergnügen ist nach eigenen Angaben, wenn Besuch kommt und sie über ihre sieben Enkel (der Älteste ist mittlerweile 52 Jahre alt) und acht Urgrossenkel auf dem Laufenden gehalten wird. Welches die schönste Zeit in ihrem Leben war? «Die Zeit mit meinem Mann», sagt sie und strahlt. Mit ihm bekam sie drei Söhne: Karl, Ruedi und Fredi, die mit 67 bis 77 Jahren heute bereits selbst ein gesetztes Alter erreicht haben. Ihr Mann Karl Omlin hatte sich 1937 mit seinem Bruder Walter selbstständig gemacht und einen Schreinereibetrieb gegründet, die heutige Möbelfabrik Omlin, die jetzt bereits in dritter Familiengeneration geführt wird.

63 Jahre waren Margrith und Karl Omlin verheiratet, 89 Jahre sei der Vater geworden, berichtet Sohn Karl. «Nein, 88», korrigiert ihn seine Mutter. Denn auch mit 105 Jahren bekommt sie solche Daten noch gut auf die Reihe. Wie verbringt sie ihre Zeit, wenn sie nicht den Haushalt besorgt? «Ich schaue viel Sport im Fernsehen», erklärt sie – die Ski-WM natürlich mit eingeschlossen.

Margrith Omlin-Rohrer wuchs in Sachseln auf und war Zwillingskind. Mit ihrer Schwester Marie konnte sie noch gemeinsam den hundertsten Geburtstag feiern. Mit ihr hatte sie eine innige Verbindung. Vor drei Jahren starb Marie. Zum 105. Geburtstag hat Margrith Omlin nur den einen Wunsch: «Gsund und zwäg sein und irgendwann gehen können.» Übrigens: In Sachseln leben derzeit zwei weitere über Hundertjährige: Lilly Regius-Kienast (101) und im Betagtenheim Felsenheim Klara Hörler-Stärkle (100).

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