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SACHSELN: Käfer brummt – Vespa summt

Für Familie Rohrer gibt es an Pfingsten nur eines: Oldtimer in Obwalden. Seit Jahren sind sie mit Käfer und Vespa am OiO in Sarnen dabei.
Philipp Unterschütz
Freuen sich auf «Oldtimer in Obwalden»: Beat Rohrer auf der Vespa und Anna Rohrer mit Rino und Céline im Käfer-Cabrio. (Bild Corinne Glanzmann)

Freuen sich auf «Oldtimer in Obwalden»: Beat Rohrer auf der Vespa und Anna Rohrer mit Rino und Céline im Käfer-Cabrio. (Bild Corinne Glanzmann)

Philipp Unterschütz

«OiO ist einfach cool», sind sich Anna und Beat Rohrer mit ihren Kindern Céline (14) und Rino (12) aus Sachseln einig. Es gebe wohl kein Oldtimer-Treffen, wo man mehr Marken sehen könne, am OiO seien es über hundert. «Vermutlich, weil der Anlass in Sarnen nicht markenspezifisch ist, sind die Teilnehmer gelassener als an anderen Oldtimer-Veranstaltungen, es gibt kein Konkurrenzdenken», präzisiert Beat Rohrer.

Hier kämen alle ins Gespräch, unabhängig vom Wert ihres Oldtimers oder welche soziale Stellung man habe. «Und wenn sie miteinander reden und fachsimpeln, dann kommen sie richtig in Fahrt und strahlen übers ganze Gesicht», hat Céline beobachtet. «Es haben sich im Laufe der Jahre auch viele Freundschaften entwickelt», ergänzt Anna Rohrer.

Zweimal die gleiche Nummer

Rohrers gehören am OiO sozusagen zum Inventar. Seit 14 Jahren nehmen sie schon teil. Zuerst mit einem knallroten VW-Käfer Cabriolet (Baujahr 1965) und später noch mit einer zitronengelben Vespa (Jahrgang 1966). Und beide Fahrzeuge haben die gleiche Nummer 786 als Kennzeichen! «Das ist purer Zufall», lacht Beat Rohrer auf die Frage, wie viel sie sich das hätten kosten lassen. «Am Käfer hatten wir die Nummer zuerst. Als wir später die Vespa einlösten, war die gleiche Nummer verfügbar.» Am OiO würden sie oft darauf angesprochen. «Viele lachen, in einem kleinen Kanton gehe so etwas halt noch.»

Fahrzeugwahl ist Familientradition

Dass Rohrers diese Fahrzeuge besitzen, hat viel mit persönlichen Erinnerungen zu tun. «Als Kind bin ich oft mit meinen Geschwistern in einem Käfer mitgefahren, das war unser Familienauto», erzählt Anna Rohrer, die in Giswil aufgewachsen ist. Und für ihren Mann, einen gebürtigen Sachsler, basiert die Liebe zur Vespa ebenfalls auf einer Familientradition. «Mein Vater hatte eine, wir hatten kein Auto. Also sind wir – mein Bruder, mein Vater und ich – überall zu dritt mit der Vespa hingefahren. Zum Beispiel zum Arbeiten in den Forst, mit Werkzeug und Tornister.»

Edy von Wyl mit seinem Dampfauto auf rasender Passagierfahrt. Kein Steuerrad, gelenkt wird mit einem Hebel. (Bild: Robert Hess (Neue OZ))
Am Pfingstsonntagmorgen macht sich die Parade der schönen Wagen in Sarnen zur Fahrt nach Engelberg bereit. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Am Pfingstsonntagmorgen macht sich die Parade der schönen Wagen in Sarnen zur Fahrt nach Engelberg bereit. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Am Pfingstsonntagmorgen fuhren die Wagen nach Engelberg, ein Teil davon über die Bergstrecke Kerns-Ächerli-Dallenwil-Engelberg. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Am Pfingstsonntagmorgen fuhren die Wagen nach Engelberg, ein Teil davon über die Bergstrecke Kerns-Ächerli-Dallenwil-Engelberg. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Am Pfingstsonntagmorgen fuhren die Wagen nach Engelberg, ein Teil davon über die Bergstrecke Kerns-Ächerli-Dallenwil-Engelberg. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Am Pfingstsonntagmorgen fuhren die Wagen nach Engelberg, ein Teil davon über die Bergstrecke Kerns-Ächerli-Dallenwil-Engelberg. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Am Pfingstsonntagmorgen fuhren die Wagen nach Engelberg, ein Teil davon über die Bergstrecke Kerns-Ächerli-Dallenwil-Engelberg. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Am Pfingstsonntagmorgen fuhren die Wagen nach Engelberg, ein Teil davon über die Bergstrecke Kerns-Ächerli-Dallenwil-Engelberg. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Bild: Robert Hess / Neue Obwaldner Zeitung
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Bild: Robert Hess / Neue Obwaldner Zeitung
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Bild: Robert Hess / Neue Obwaldner Zeitung
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Oldtimer in Obwalden

Zwei Jahre Arbeit forderte der Käfer

Das Käfer-Cabrio – sie nennen es «Chäfi» – schafften sich Anna und Beat Rohrer 1990 an. Eigentlich als passendes Gefährt für die geplante Hochzeit. Doch als es so weit war, mussten sie ein anderes Cabrio mieten. Zu schlecht war der Zustand ihres eigenen. Während zweier Jahre restaurierte Beat Rohrer den Wagen, einen Abend pro Woche arbeitete er mit einem Freund daran. «Heute ist der Käfer zu 99 Prozent in Originalzustand. Knapp 40 000 Franken haben wir reingesteckt.» Die Vespa in gutem Zustand hat Anna Rohrer 2008 heimlich für ihren Mann ersteigert, «weil sie seinen Jahrgang hat». «Und gleich gut ‹zwäg› ist wie ich», witzelt Beat Rohrer. Ein dritter Oldtimer wartet bereits in der Garage. Rohrer hat sich vor zwei Jahren eine 56er-Vespa Struzzo ersteigert. «Die ist allerdings in schlechtem Zustand, das gibt noch viel Arbeit.»

Der Deal mit den Radarbussen

Doch bei aller Liebe, die Oldtimer bleiben für Rohrers doch Mittel zum Zweck. «Wir pflegen sie und schauen dazu, aber wir übertreiben es auch nicht», sagt Anna Rohrer. Täglich damit gefahren wird aber auch nicht. «Wir benützen sie ganz spontan mal im Sommer und fahren zurückhaltend», meint Beat Rohrer. Das sei mit dem Geschäftswagen, mit dem er jährlich etwa 50 000 Kilometer mache, nicht immer so. Und so hat das Ehepaar ein Abkommen: Anna Rohrer kann sich fürs gleiche Geld, das ihr Mann für Radarbussen braucht, Anschaffungen machen. «Ich konnte mir schon einige schöne Sachen leisten», lächelt sie viel sagend.

OiO in Sarnen und Beromünster

Von Personenwagen, Bussen über Traktoren bis zu Motorrädern und Velos – am OiO (Oldtimer in Obwalden) ist praktisch alles zu sehen, was jemals auf unseren Strassen gefahren ist. Und wie jedes Jahr ist der beliebte Oldtimer-Anlass auch dieses Jahr wieder ausgebucht, über 560 Kostbarkeiten auf Rädern sind angemeldet. «Nur ganz wenige haben angesichts der ungünstigen Wetterprognosen abgesagt», freut sich OK-Chef Ruedi Müller. «Überhaupt ist es fantastisch, wie die Leute mitmachen und der Anlass getragen wird. So hat beispielsweise Beck Berwert eigens ein OiO-Brot kreiert.»

Weil auch dieses Jahr wieder Tausende die Oldtimer in Sarnen bestaunen werden, empfiehlt das OK auch mangels Parkmöglichkeiten die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr. Sarnen (Samstag ab 8 Uhr, Bereich Krone-/Rütistrasse) ist für den normalen Verkehr weitgehend gesperrt, Umfahrungen sind signalisiert. Morgen treffen die Oldtimer ab 9.30 Uhr ein. Um 11.15 Uhr fährt ein 2-Rad-Corso durch Sarnen. Von 13.45 bis 14.45 Uhr werden die Zuschauer zu Passagierfahrten eingeladen. Um 15.15 Uhr starten die Oldtimer in Sarnen zur Fahrt zum Event-Center Seelisberg. Die Zuschauer in Sarnen können sich zudem an einem Konzert erfreuen.
Am Pfingstsonntag fahren die Oldtimer ab etwa 9 Uhr in Sarnen ein. Ab 10 Uhr starten sie nach Beromünster. «Der Start ist sicher auch eines der vielen Highlights», versichert Ruedi Müller. Die ersten Oldtimer werden ebenfalls schon ab 10 Uhr in Beromünster zu sehen sein.

Infos über Fahrzeuge per SMS

Gut möglich also, dass man dieses Wochenende auf den Strassen der Zentralschweiz Oldtimer sichtet. Wer unterwegs einen Teilnehmer des OiO sieht und mehr über das Fahrzeug wissen möchte, kann einfach die Startnummer (beispielsweise 003) per SMS an die Zielnummer 9234 (Tarif: 20 Rappen) mit dem Text «oio info 003» senden. Umgehend erhält man dann die Details des Fahrzeugs mit der Startnummer 003 wie Jahrgang, Marke oder Modell des Oldtimers. Die Teilnehmer selber tragen alle einen Badge, der mit ihrem Namen und dem Fahrzeugmodell beschriftet ist.

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