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SACHSELN: Kran AG: Sohn übernimmt Geschäftsführung

Ab Januar übernimmt Hansheini Dillier von Vater Heini die Geschäftsführung der rollenden Werkstatt Kran AG. Der Senior ging vor 26 Jahren noch mit einem ausgebauten VW-Transporter «auf die Stör».
Marion Wannemacher
Heini und Sonja Dillier (links) übergeben die Geschäftsführung per Anfang Jahr an Sohn Hansheini und Tochter Julia. (Bild: Corinne Glanzmann (Sachseln, 12. Dezember 2017))

Heini und Sonja Dillier (links) übergeben die Geschäftsführung per Anfang Jahr an Sohn Hansheini und Tochter Julia. (Bild: Corinne Glanzmann (Sachseln, 12. Dezember 2017))

Marion Wannemacher

<span class="mail_autor">marion.wannemacher@</span>obwaldnerzeitung.ch

Die rollende Werkstatt Kran AG ist in ihrer Betriebsgrösse in der Zentralschweiz führend. Ihre Mitarbeiter, darunter hauptsächlich ausgebildete Mechaniker und Elektriker, sind darauf spezialisiert, auf bergigem Gelände oder auf engen Baustellen den richtigen Kran zu montieren. Die Firma arbeitete an Baustellen in der Lopperfelswand, bei der Stanserhorn-Cabriobahn oder am Bürgenstock. Aktuell ist sie auf dem Schneehüenerstock (2650 Meter) beim Bau der Verbindungsbahn Andermatt–Sedrun mit zwei Kränen vertreten. «Wenn ein Bauunternehmen seine Kräne schon eingesetzt hat oder nicht über den richtigen verfügt, mietet er zu», erklärt Juniorchef Hansheini Dillier.

Er wird die Geschäftsführung ab Januar aus den Händen von Vater Heini zusammen mit seinem Stellvertreter Marco Rohrer übernehmen. Insgesamt 180 Kräne gibt es mittlerweile im Unternehmen, «von Smart bis Ferrari», erklärt Hansheini Dillier schmunzelnd, «von 16 bis 75 Meter Auslegerlänge.» 25 Mitarbeiter sind im Betrieb beschäftigt.

Als Einmannunternehmen von Baustelle zu Baustelle

Vor 26 Jahren hat Heini Dillier als Einmannunternehmen mit einem für Reparaturen ausgebauten VW-Kleintransporter angefangen. «Auf die Stör gehen» hiess das früher, klärt der heute 62-Jährige auf. Nach 14 Jahren als Werkstattchef in der Sachsler Bauunternehmung Carl Garovi wollte er sich selbstständig machen und gründete die Einzelfirma «Heini Dillier rollende Werkstatt». Auf Baustellen in Obwalden machte er Reparaturen an Baumaschinen, Nutzfahrzeugen und Lastwagen. Seine Frau Sonja hielt ihm mit der Büro- und Verwaltungsarbeit den Rücken frei.

Irgendwann kamen Anfragen für Kranmontagen aus Obwalden und aus der ganzen Zentralschweiz. Ein weiterer Mitarbeiter musste her. 1996 wurde ihm die Baustellenwerkstatt der Tunnelbaustelle Wijer der Umfahrung Sachseln zum Kauf angeboten. Dillier wog ab und sagte zu. Damals arbeiteten in seinem Betrieb zwei weitere Mitarbeiter, ein Lehrling (der erste Baumaschinenmechaniker im Kanton) und seine Frau. Der Aufbau der neuen Werkhalle auf dem frisch erworbenen Land wurde häufig an den Feierabenden bewerkstelligt. «Als ich mit Sonja in der leeren Werkstatt stand, wusste ich, jetzt wird es nicht mehr nur rollen. In diesen Räumen muss gearbeitet werden.» Dillier übernahm die Regionalvertretung für eine Baumaschinenfirma aus Zollikofen.

Punkto Kräne entwickelte sich sein Geschäft auch weiter: «Angefangen haben wir mit Occasionskränen, die wir aufbereiteten und weitervermieteten.» 1999 gründete er mit Partner Hans Rieder aus Meiringen und Sonja Dillier die rollende Werkstatt Kran AG. Nach einem gesundheitlichen Tiefschlag vor fünf Jahren zog er die Konsequenz und verkaufte die Geschäftstätigkeit der Heini Dillier rollende Werkstatt an deren Geschäftsführer und Werkstattchef.

An der Nachfolgeregelung hat er «riesige Freude». Tochter Julia wird dem Bruder als Leiterin Verwaltung und Rechnungswesen zur Seite stehen. Juniorchef Hansheini, der seinen Beruf von der Pike auf als Baumaschinenmechaniker gelernt hat, hat sich vor allem eins vorgenommen: «Das Unternehmen im bisherigen Sinn weiterzuführen.» Mittlerweile obliegen ihm die Planung der komplexen Baustellen, die Disposition und Arbeitsvorbereitung. «Der Preisdruck heute ist grösser, die Vorlaufzeit kürzer. Sofort nach Besichtigung muss der Kran zum Teil bereits gestellt werden», erklärt er die heutigen Herausforderungen. Bange macht ihn das nicht: «Ich kenn es ja», sagt er schmunzelnd. Der 28-Jährige ist mit Begeisterung im Geschäft: «Es gibt immer Herausforderungen, man kommt nie in einen Alltagstrott, das macht den Tag interessant.»

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