SACHSELN: Maxon greift auch nach der Venus

Vielleicht schon 2017 kommen Motoren der Maxon auf der Venus bei bis zu 450 Grad Celsius zum Einsatz. Seit 2004 ist die Firma schon auf dem Mars.

Marion Wannemacher
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Maxon-Geschäftsführer Eugen Elmiger in den Produktionsräumen in Sachseln. (Bild Corinne Glanzmann)

Maxon-Geschäftsführer Eugen Elmiger in den Produktionsräumen in Sachseln. (Bild Corinne Glanzmann)

Als im Januar 2004 die Nasa-Sonde Spirit auf dem Mars aufsetzte, waren bei der Mission auch Antriebsmotoren der Firma Maxon aus Sachseln mit an Bord. Jetzt hat man die Venus im Visier, auch Schwesterplanet der Erde genannt. Von allen Umlaufbahnen unter den Planeten des Sonnensystems ist der Abstand zwischen denen der Venus und der Erde am geringsten.

Seit Mitte der Sechziger startete man in der Raumfahrt verschiedenste Missionen unter schwierigsten Bedingungen. Die Oberflächentemperatur der Venus misst teilweise 470 Grad Celsius. Der Planet ist von einer dichten toxischen Atmosphäre umgeben. Es herrscht ein Druck, der 90-mal höher ist als auf der Erde – kein Hinderungsgrund für die Raumfahrt, die Venus weiter in den Fokus zu nehmen.

In Sachseln entwickelt ein Forschungsteam der Maxon Motor AG Antriebsaggregate, die diese extremen Bedingungen überstehen. Bei der Venus-Mission handelt es sich um eine Vielzahl verschiedener strategischer Forschungsprojekte. «Wir stehen mit der Nasa und anderen Weltraumorganisationen in Kontakt», sagt Geschäftsführer Eugen Elmiger.

2010 war der Start des Projekts. Mit dem Test von einer Stunde Betriebsdauer bei 450 Grad Celsius hat Maxon einen wichtigen Meilenstein erreicht.