Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SACHSELN: Mit Bruder Klaus auf dem Weg

Vorschau auf die Saison hielten die Präsidenten der Ob- und Nidwaldner Theatervereine. Im Fokus stand das Visions-Gedenkspiel zum Bruder-Klaus-Jubiläum.
Marion Wannemacher
In Vorfreude auf das Visions-Gedenkspiel: Ludwig Krummenacher, Präsident des Theaters Sachseln (links), und Regisseur Geri Dillier. (Bild Marion Wannemacher)

In Vorfreude auf das Visions-Gedenkspiel: Ludwig Krummenacher, Präsident des Theaters Sachseln (links), und Regisseur Geri Dillier. (Bild Marion Wannemacher)

Marion Wannemacher

Die Theaterlandschaft in Ob- und Nidwalden blüht. Einen Überblick über die vergangene und die kommende Saison gab die 39. Präsidentenkonferenz der Ob- und Nidwaldner Theatervereine am vergangenen Montag. In diesem Jahr lud der Theaterverein Sachseln die 22 Vereine dazu ein. Das Interesse der Bühnenvertreter am gemeinsamen Austausch auf Kantonsebene ist gross: Fast alle waren gekommen.

«Super Mischung»

Jakob Grünenfelder, der als Kantonsvertreter des Regionalverbandes Zentralschweizer Volkstheater (RZV) die Sitzung zum letzten Mal leitete, erzählte, er habe in der vergangenen Saison alle Bühnen besucht. Grünenfelder wird im kommenden Jahr von Gustav Ziegler, dem ehemaligen Präsidenten des Theaters Kägiswil, abgelöst. «Ob und Nidwalden haben eine sehr breite Palette von Theater», war Grünenfelders Fazit. «Es gibt Dorfkomödien, Volksstücke, Klassiker. Es ist eine super Mischung, ich habe es genossen.» Christian Sidler, Leiter des Kulturamtes in Obwalden, schloss sich dem an: «Ihr macht bewegendes, lustiges, spannendes, erlebnisreiches Theater. Ich hoffe, dass das weiter so sein wird, und wünsche eine gute Theatersaison.»

Uraufführung in Sarnen

Bereits die knappe Vorstellung der geplanten Stücke machte gluschtig: So hat das Theater Sarnen Simon Ledermann beauftragt, ein Theaterstück zu schreiben. In der Uraufführung von «Dr Bärg» wird es um Seilbahnen, Wölfe und Geister gehen. Hannes Leo Meier führt Regie, Christov Rolla schreibt die Musik dazu. Das Kollegitheater Sarnen nimmt sich in dieser Saison den «Parzival» des Literaturpreisträgers Lukas Bärfuss vor. Regie führt für diese Produktion Geri Dillier in Vertretung von Mats Michel. Um Schweizer Geschichte geht es beim Theater Dallenwil: «Polenliebchen» handelt vom Leben der Schweizer Bevölkerung um 1942 und demjenigen der polnischen Kriegsgefangenen.

Vereinsgründung für Gedenkspiel

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Das Theater Sachseln will einen temporären Verein gründen, um ein Visions-Gedenkspiel zum Bruder-Klaus-Jubiläum 2017 auf die Beine zu stellen. Der Trägerverein des Jubiläums «Mehr Ranft» hat das Projekt bereits anerkannt. Der Sachsler Theaterpräsident Ludwig Krummenacher stellte es in der Konferenz vor und lud die Vereine ein, sich daran zu beteiligen. «Es soll kein Spektakel oder Historienspiel werden, sondern vor allem um die Visionen von Bruder Klaus gehen», sagte Krummen­acher. Es geht um den Versuch, mit Bruder Klaus den Weg in die Einsamkeit, den Ranft, nachzugehen, heisst es in der Konzeptbeschreibung. Zielpublikum ist der gesamte deutschsprachige Raum.

Eigens kreierter Spielort

Die Regie wird Geri Dillier übernehmen, der bereits 1981 zum Gedenkjahr 500 Jahre Tagsatzung im Mattlisaal ein Historienspiel und 1987 den «Feuerturm», ein Mysterienspiel zum 500. Todestag, in der Kollegikirche Sarnen inszenierte. «Es geht in die Richtung des Mysterienspiels von Silja Walter», erläuterte dieser auf Anfrage, «aber dichter, konzentrierter.» Geschrieben wird das Stück vom bekannten Autor Paul Steinmann. Der 59-Jährige ist ausgebildeter Theologe und erfahrener Regisseur und Bühnenautor für Amateurbühnen, Kinder- und Jugend- sowie Stadttheater. Bereits seit letztem Herbst arbeiten Dillier und Steinmann am geplanten Visionen-Gedenkspiel.

«Dafür soll im Raum Sachseln ein Innenraum in der Landschaft aufgestellt werden. Er soll Platz für 200 Menschen bieten, es soll ein einfacher Raum sein, der Intimität zum Spielen ermöglicht», so Dillier. Neben Bildprojektionen sind auch Klänge, Geräusche und Musik geplant. Man sei bereits mit einem hiesigen Architekten im Kontakt, auch mit einem Künstler, der Projektionen macht. Genauere Angaben wollte Geri Dillier nicht machen. Der Regisseur glaubt an den Erfolg des Projekts: «Es sind die richtigen Leute, es ist gut aufgegleist, und der Mensch und die Geschichte dahinter faszinieren.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.