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SACHSELN: Obwaldner Schwestern entwerfen Jodel-Liederbuch für Kinder

Ein Kinderliederbuch und eine CD zum Hören und Mitjodeln ist der neueste Clou der Schwestern Andrea Rohrer und Petra Vogler. Am Samstag ist Buchvernissage.
Marion Wannemacher
Freude über das neue Liederbuch mit CD: Hanspeter Eggenberger, Andrea Rohrer und Petra Vogler (von links). Bild: Marion Wannemacher

Freude über das neue Liederbuch mit CD: Hanspeter Eggenberger, Andrea Rohrer und Petra Vogler (von links). Bild: Marion Wannemacher

Es gibt ein grosses «Hallo», als Hanspeter Eggenberger mitten im Gespräch die brandneuen CDs auf den Tisch legt. Andrea Rohrer-Rohrer und Petra Vogler-Rohrer haben sie selbst noch nicht gesehen. Sie haben allen Grund zum Strahlen. Die beiden Schwestern aus Flüeli-Ranft treffen sich in der Stube von Andrea mit Hanspeter Eggenberger aus Seeberg BE. Er hat ihnen geholfen, ihren Traum vom eigenen Kinderjodel-Liederbuch zu verwirklichen.

«Für mich waren Kinderliederbücher mit ihren Bildern als Kind ganz wichtig», erzählt Andrea Rohrer. Gerade hat sie mit ihrer Schwester, die die Obwaldner Jung-Juizer dirigiert, ein grosses Projekt abgeschlossen, da steht bereits das nächste vor der Tür. Das Musical «Zyt und Liäbi statt Gäld» war in allen Aufführungen und Zusatzvorstellungen ausverkauft. Und nun also die Buchvernissage zu ihrem Kinderjodel-Liederbuch «Jodlä usem Härz vo dr Schwiiz». Eigentlich ist es gleichzeitig eine CD-Taufe, denn zum Buch gibt es noch eine CD zum Hören und eine weitere als Playback-Version zum Mitsingen.

Daran beteiligt sind ausser den Schwestern im Solo die Obwaldner Jung-Juizer, die die Refrains der Lieder singen, Edy Wallimann aus Buochs an der Klarinette, Clemens Gerig aus Kägiswil und Daniel Vogler, der Sohn von Petra, beide am Akkordeon, sowie der Bassist Béat Studer aus dem Baselbiet. «Die Idee haben wir schon länger im Kopf: ein kindergerechtes Jodelsingbuch mit einer Übungs-CD zu machen», erklären Andrea Rohrer und Petra Vogler. Durch die Erfolge der Obwaldner Jung-Juizer an vielen Wettbewerben bekamen die Schwestern immer wieder Anfragen nach Noten. Durch das Projekt «Klingendes Klassenzimmer», das sie vergangenes Jahr leiteten, stieg die Nachfrage auch ausserhalb des Kantons nach kindergerechtem Notenmaterial weiter.

«Aktuelle Kinderliederbücher zum Jodeln gibt es so in dieser Form nicht, höchstens aus viel früheren Zeiten», weiss Hanspeter Eggenberger. Der Redaktor des Folkloremagazins «Land & Musig» ist selbst Dirigent und Tonmeister und nimmt im eigenen Tonstudio in Hindelbank CDs auf. In der Jodelszene kennt man sich und findet schnell zu­einander. Eggenberger sorgte für die professionelle Umsetzung des Projekts.

Klassiker und selbst geschriebene Jodellieder

Rasch einigten sich die Schwestern auf Klassiker wie «Morge ­friäh, wenn d Sunnä lacht», das «Obwaldnerlied», «Uf em Bänkli vor em Hüsli», «Miär Sennä hends luschtig» oder den «Geissäpeter». Andere Lieder wie «Kei Doktorruschtig» oder «Im Mittelpunkt vo dr Schwiiz» stammen aus der Feder von Andrea Rohrer. «Wichtig war uns, dass es kindergerechte Lieder in der entsprechenden Tonhöhe sind.»

Ansprechend und authentisch wirken auch die bunten Farbstiftzeichnungen von Marianne von Ah-Kneubühler. «Wir konnten ihr die Zeichnungen so beauftragen, wie wir uns das vorgestellten hatten. Zu den entsprechenden Liedern sind die passenden Trachten zu sehen», erzählt Andrea Rohrer. Denn auch eine Zeichnung der Luzerner Kapellbrücke findet sich im Buch (zum Lied «S Schwiizerländli isch nu chli») oder die Rigi-Bahn mit Schwyzer Alphornspielern und einem Fahnenschwinger aus Uri («Vo Luzärn auf Wäggis zuä»). Natürlich durfte auch die von Andrea und Petra heiss geliebte Älggi­alp nicht fehlen. «Dort verbrachten wir als Kinder so häufig unsere Ferien», erzählen beide. Die Alp fand gar einen Ehrenplatz auf dem Titel des Hardcovers im DIN-A4-Format.

Die Auflage des Buchs im Eigenverlag beträgt 1000 Stück. Es kommt gerade richtig vor Weihnachten heraus. Für 26 Franken ist es direkt bei Andrea Rohrer in Flüeli-Ranft oder Petra Vogler in Sachseln zu beziehen. «Wir haben es bewusst günstig gehalten», betont Hanspeter Eggenberger, «damit es sich verbreiten kann.» Einen Fan hat das Buch bereits. «Unsere Tochter Liliane ist ganz begeistert davon», erzählt Andrea Rohrer.

Hinweis

Buchvernissage mit «Gesang, Musik und Geschichten» von «Jodlä usem Härzä vo dr Schwiiz»: Samstag, 19. November, 14.30 Uhr im Schulhaus Mattli, Sachseln. Mit dabei sind die Obwaldner Jung- Juizer. Der Eintritt ist frei.

Marion Wannemacher

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