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SACHSELN: Schalkhafte Musik aus Trickfilmen

Die Musik Eintracht gab Unterhaltungsmusik zum Besten: Die Stücke waren mit viel gutem Geschmack gewählt und gekonnt vorgetragen.
Primus Camenzind
Silvia Riebli dirigiert das Jahreskonzert der Musik Eintracht Sachseln. (Bild: Primus Camenzind (Sachseln, 6. Mai 2018))

Silvia Riebli dirigiert das Jahreskonzert der Musik Eintracht Sachseln. (Bild: Primus Camenzind (Sachseln, 6. Mai 2018))

Primus Camenzind

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Bei Blasmusiken mit enger Bindung an das Dörfliche stellt sich meistens dieselbe Frage: Gestalten wir das Jahreskonzert mit Unterhaltungsmusik, mit konzertanten Stücken klassischen Anspruchs oder mit einer Mixtur beider Stilrichtungen? Dirigentin Silvia Riebli und die gut 50 Musikantinnen und Musikanten der Eintracht Sachseln haben für das Jahreskonzert vom vergangenen Wochenende auf reine Unterhaltungsmusik gesetzt. Eine nicht unproblematische Wahl, denn in solchen Programmen werden allzu oft «ausgetrampelte Pfade beschritten». Das Konzert im Mattlisaal zeigte jedoch, dass es auch anders geht: mit kurzweiliger und spassvoller Musik aus berühmten Trickfilmen. Die Stücke waren mit viel Gespür ausgewählt, hervorragend arrangiert und vom Sachsler Blasorchester überzeugend und mit beachtlichem Flair wiedergegeben.

Schon die Moderation des «Trickfilm»-Programms passte bestens zum Geschehen auf der Bühne: Zwei Mädchen und zwei Buben aus der 5. Primarklasse kündigten jeweils mit persönlichen Eindrücken die Stücke an. Die Schulklasse dekorierte unter der Leitung von Karin Gasser auch den Mattlisaal mit Trickfiguren aus der Hollywood-Traumwelt.

Rund 15 neue, junge Gesichter

Ob Melodien aus «Pinocchio», «Tinkerbell», «Brave» oder «Schneewittchen», das Orchester erzeugte einen satten und zwischen den Registern ausgeglichenen Sound. Immer wieder traten Solistinnen und Solisten in den Vordergrund. Sie setzten gekonnt das «Tüpfchen aufs i».

Vor dem Konzert erzählte Dirigentin Silvia Riebli vom Weg, den sie mit der Eintracht in naher Zukunft gehen will. «Seit ich Sachseln dirigiere, konnte ich mit dem Ensemble gut arbeiten. Natürlich sind wir noch nicht dort, wo ich einmal sein möchte.» Die Musik hat einen happigen Wechsel hinter sich: «Es sind rund 15 junge Menschen neu dabei. Sie werden jetzt an ihre musikalischen Aufgaben herangeführt, damit sie sich weiterentwickeln. Bis sie echte Stützen des Ensembles werden, braucht es halt ein wenig Zeit.» Die Dirigentin leitet inzwischen auch die Musikgesellschaft Littau, ein Verein der ersten Stärkeklasse. Ähneln sich die Vereine? «Ich würde die zwei Orchester nie vergleichen wollen. Beide muss ich unterschiedlich führen, denn Blasmusik hat im Luzernischen einen anderen Groove als in Obwalden. Da und dort geht es um andere Menschen mit anderen Charakteren.»

Zurück auf die Mattli-Bühne. Nach der Pause spielte die Jungmusik Sachseln unter der Leitung von Anne Stauffer auf. Nach vier Stücken blieben kaum Zweifel: Der Nachwuchs fühlte sich bei Disneys Magical Marches, bei der TV-Serie Hawaii Five-O oder beim Bären aus dem Jungle Buch sichtlich wohl.

Passagen mit Witz und Ironie

Wie viel Drive, Groove und improvisatorisches Können in der Musik Eintracht steckt, erlebte das dankbare Publikum im finalen Konzertteil. Melodien, unter anderem aus «Aristocats», «101 Dalmatiner» oder aus «Tom und Jerry» waren teilweise szenisch arrangiert. Mit geschlossenen Augen konnten sich die Musikfreunde leicht vorstellen, was in den Filmen abgeht. Sei es im Big Band Sound oder in durchsichtigen und mit Witz und Ironie vollgepackten Passagen, das Spiel des Blasorchesters war durchwegs locker und somit auch authentisch. Die musikalischen Voraussetzungen in den Reihen der Sachsler Musikanten reichen mit Sicherheit aus, um bei nächster Gelegenheit – etwa im Kirchenkonzert vom 18. November – auch ernsthaftere Musik mit der notwendigen Sorgfalt zu interpretieren.

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