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SACHSELN: Schulhausbau dauert vier Jahre

Vorwiegend auf Zustimmung stiess das Schulhausprojekt «Türli und Arni» an der Orientierung. Im September wird über den Kredit von 17,7 Millionen Franken abgestimmt .
Marion Wannemacher
Visualisierung des Neubauprojekts mit Schulhaus Türli (links) und Arni (rechts). (Bild: PD)

Visualisierung des Neubauprojekts mit Schulhaus Türli (links) und Arni (rechts). (Bild: PD)

Es hätte ein Werbefilm für die Gemeinde Sachseln sein können. Ein Video aus der Luft zeigt das Dorfidyll bei Abend- und bei Morgenstimmung. Der Appell an die Stimmbürger von Florian Spichtig, Vizepräsident der Gemeinde und Ressortvorsteher für Liegenschaften, am Ende der eher mässig besuchten Orientierung am Mittwoch: Es gelte die hohe Lebensqualität der, so Spichtig, «wunderschönen Gemeinde» zu erhalten und zu verbessern, um für künftige Generationen attraktiv zu bleiben. «Dazu gehören eine nachhaltige und zeitgemässe Planung und zwischendurch auch grosse Projekte. Es gibt keine bessere Investition in die Zukunft, als in unsere Kinder zu investieren.»

Der Gemeinderat wirbt kräftig für ein Ja zum Baukredit von 17,7 Millionen Franken und zur Einführung einer Zwecksteuer von 0,25 Einheiten für die neuen Schulhäuser. Nicht ohne Grund: Bereits haben Planung, Architekturwettbewerb und Projektierung 1,4 Millionen Franken verschlungen. «Bei einer Ablehnung muss der Einwohnergemeinderat auf Feld 1 zurück», stellte Florian Spichtig klar. «Das bestehende Schul- und Schwesternhaus Türli müsste für 5 Millionen Franken saniert werden – ohne zeitgemässe und zusätzliche Schulräume zu schaffen, das zweite Kindergartenjahr könnte nicht eingeführt werden, neue Lösungsmöglichkeiten müssten erarbeitet werden.»

Planung zusammen mit Lehrern und Betrieb

Am 30. November 2014 hatte das Stimmvolk den Kredit für einen Architekturwettbewerb gutgeheissen. Der Entscheid an der Urne am 10. April 2016 für ­ den Projektierungskredit von 890'000 Franken für das Siegerprojekt «Türli und Arni» (Durrer Architekten GmbH, Luzern) fiel mit 54 Prozent knapp aus.

Architekt Reto Durrer wies bei der Vorstellung der weiterentwickelten Pläne auf die Mitarbeit von Lehrerschaft und Betrieb hin. «Wir konnten alle Anforderungen und Wünsche integrieren, sodass wir gewiss sind, dass wir ein für die künftigen Nutzer ideales Schulhaus bauen können.» Das neue Schulhaus Türli – gelegen zwischen Turnhalle und geplantem Schulhaus Arni – beherbergt im Untergeschoss die Räume fürs technische Gestalten Textil, den Werkraum sowie Räume für den Hauswart. Im Erdgeschoss befindet sich der Haupteingang mit Eingangshalle zu einem offenen Treppenhaus, Lehrerzimmer und Logopädie sowie der Singsaal mit separatem Seiteneingang, auch für Vereine und Musikschule. Je sechs Klassenzimmer mit WC-Anlagen und Gruppenräumen finden sich in beiden Obergeschossen. Das neu geplante Schulhaus Arni an der Edisriederstrasse umfasst fünf Kindergarteneinheiten mit eigenem Zugang, Garderobenbereich, Mehrzweckraum im oberen Bereich mit Trennwand und gemeinsamen WCs. Im Unterschoss sind Schulküchen, Nebenräume und ein Archiv für die Gemeinde untergebracht. Falls sich die Sachsler am 24. September an der Urne für den Bau entscheiden, wird bis Winter die Baubewilligung erteilt. Baubeginn des Schulhauses Türli wäre im Juli/August 2018, Bezug im Sommer 2020. Im August 2020 würde das alte Türli-Schulhaus samt Schwesternhaus abgerissen und mit dem Bau vom Arni begonnen werden. Bis Juli 2022 wäre das Arni fertiggestellt.

Die Laufzeit der Zwecksteuer schätzt Finanzchef Toni Amrhein auf rund 25 Jahre. Der Neubau sei langlebig, antwortete Architekt Reto Durrer auf die Frage, wann die erste Sanierung fällig sei. Patrick Helfenstein, Vorstand der SVP Sachseln und Finanzkommissionsmitglied, bezeichnete den Kostenaufwand als «Riesensumme». Der Schulhausbau sei nicht das einzige Projekt in Zukunft. Er werde es ablehnen. Alt Gemeinderätin Praxedis Blank und der pensionierte Lehrer Marcel Isler dagegen stellten sich hinter den Schulhausneubau. Sie äusserten ihre Begeisterung. «Es kostet etwas, aber es geht um unsere Kinder. Ich hoffe, dass es durchkommt», sagte Isler.

Marion Wannemacher

<span class="mail_autor">marion.wannemacher@</span><span style="font-size: 0.9375em;">obwaldnerzeitung.ch</span>

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