SACHSELN: Seespiegel macht Bauarbeitern das Leben schwer

Die Badi wird saniert. Anstelle der Bollensteine werden Gubersteine gesetzt. Auch der Sandstrand wird grösser. Das Projekt hat seine Herausforderungen.

Marion Wannemacher
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Die Uferböschung der Badi Sachseln wird mit Guber­steinen gestaltet. (Bild Marion Wannemacher)

Die Uferböschung der Badi Sachseln wird mit Guber­steinen gestaltet. (Bild Marion Wannemacher)

Noch ist es zu kalt, um ans Schwimmen und Sonnen in der Badi Sachseln zu denken. Zurzeit ist dort eine Baustelle. Maschinist Willi Kiser setzt mit der Baggerschaufel Stellplatten. Polier Claudio Burti zeigt ihm per Handzeichen, wo er die Platte einsetzen soll. Es ist Millimeterarbeit, und die zwei von der Bürgi AG aus Alpnach sind ein eingespieltes Team.

Seit 24. Februar wird im Uferbereich zwischen Sandstrand und Steg gearbeitet. «Die bestehenden Bollensteine wurden ausgehoben», erklärt Bauleiter Joe Riebli vom Giswiler Baudienstleistungs- Unternehmen E-Bauplan GmbH. Dabei handelte es sich um rund 200 Kubikmeter Aushubmaterial.

Treppe aus Gubersteinen

Angepasst an den natürlichen Verlauf der Uferböschung wird eine bis zu vierreihige Treppe aus Gubersteinen gestaltet. Ausserdem soll der Sandstrand Richtung Giswil etwas vergrössert werden. Dort soll eine kleine Sandlagune mit einem Wasserspielgerät entstehen. In der nächsten Badisaison können die Gäste dort die Wasserpumpe betätigen und das gepumpte Nass ins «Sändeln» integrieren.

Der Steg ist fast im Wasser. «Vor einigen Tagen war der Wasserspiegel am Limit», erklärt Polier Burti. Die Arbeiten sind wegen des aussergewöhnlich hohen Seespiegels im Verzug. Um Kosten zu sparen, werden keine Spundwände gesetzt, sondern mit Sand gefüllte Säcke verwendet, sogenannte «Big Packs», die mit Kunststofffolie verkleidet werden. Gearbeitet wird vom Ufer her.

Umladen auf kleine Kippmulden

Die Baustelle biete einige Herausforderungen, erklärt der Bauleiter. «Mit den Lastwagen kommt man nur bis zum Seefestplatz. Das bedeutet, dass das Material auf sogenannten Dumpern, das sind kleine Baustellenfahrzeuge mit Kippmulden, umgeladen werden muss», so Joe Riebli.

Allein der Einsatz der Steine ist genau ausgetüftelt. «Sie wurden in Alpnach im Gubersteinbruch bereits so ausgelegt, wie sie vor Ort verwendet werden, genau massgeschneidert», erklärt Riebli. Alle Steine wurden in der richtigen Reihenfolge auf Paletten gelagert und so nach Sachseln transportiert. Die Steine sind 35 Zentimeter hoch und etwa einen halben Meter tief. Rund 40 Tonnen werden benötigt. Joe Riebli betont, dass sie ohne Fugen gestapelt werden. Wenn die Blocksteine gesetzt sind, kommen die Gärtnerarbeiten dran. Zwei Rabatten mit heimischen Pflanzen inmitten der obersten Gubersteinreihen sorgen für ein idyllisches Ambiente. Damit der Rasen rechtzeitig zur Badesaison wieder betretbar ist, wird Rollrasen verwendet. Insgesamt bleiben die Kosten laut Bauamtsleiter Peter Leuenberger im vorgesehenen Rahmen von rund 100 000 Franken.

Bereits ab Ostern will Pächterin Heidi Moser das Restaurant an den Wochenenden öffnen, falls das Wetter mitspielt. Der Ufer- und Rasenbereich wird dann noch abgesperrt sein. Die Eröffnungsfeier ist am Wochenende vom 30. April und 1. Mai vorgesehen, in Betrieb sein wird dann auch die Sumsi-Dampfbahn.

Marion Wannemacher

Hinweis

Mehr Infos unter www.badi-sachseln.ch