Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SACHSELN: So sieht die neue Sachsler Schule aus

Das Siegerprojekt für den Neubau des Türli-Schulhauses steht fest. Die Überraschung: Es gibt gleich zwei neue Gebäude. Der Gemeinderat ist begeistert.
Adrian Venetz
Das Siegerprojekt «Türli und Arni» zwischen Brünigstrasse (unten links) und Edisriederstrasse. Rechts befinden sich die Sportanlagen. (Bild: PD/Bearbeitung Neue OZ)

Das Siegerprojekt «Türli und Arni» zwischen Brünigstrasse (unten links) und Edisriederstrasse. Rechts befinden sich die Sportanlagen. (Bild: PD/Bearbeitung Neue OZ)

Gut ein Jahr ist es her: Ende November 2014 hatten die Sachsler an der Urne Ja gesagt zu einem Architekturwettbewerb für den Neubau des Schulhauses Türli. Aus den 66 eingereichten Projekten hat eine breit abgestützte Fachjury nun einen Sieger gewählt. Es handelt sich um das Projekt «Türli und Arni» der Durrer Architekten GmbH in Luzern. Die grosse Überraschung: Das Siegerprojekt sieht gleich zwei neue Schulhäuser vor – eines für die Primarschule und eines für den Kindergarten (siehe Bild).

  • Primarschulhaus (rosa eingefärbt): Hier werden 1. bis 4. Primarklassen zur Schule gehen. Es handelt sich um ein rechteckiges, dreigeschossiges Gebäude mit Walmdach. Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem Eingangshalle, Gruppenräume, Singsaal und Lehrerzimmer. Darüber sind die Klassenzimmer auf zwei Geschossen angeordnet. Die Fassade besteht voraussichtlich aus Elementbeton.
  • Kindergarten (türkis eingefärbt): Hier werden die Kindergärtler zur Schule gehen, die heute in zwei verschiedenen Gebäuden untergebracht sind (Türli-Schulhaus und Gemeindehaus). Dank dem Neubau wird die Gemeinde dereinst ein zweites Kindergartenjahr anbieten können. Auch die Kochschule wird hier untergebracht. Es handelt sich um ein lang gezogenes Gebäude, das durch die Bauweise und die Struktur der Giebeldächer den Eindruck vermittelt, als stünden fünf kleine «Häuschen» nebeneinander. Gebaut wird hier vorwiegend mit Holz.

Rund 17 Millionen Franken

«Nach dem Entscheid der Wettbewerbsjury wurde dem Gemeinderat das Siegerprojekt vorgestellt. Alle waren begeistert», sagt Gemeindevizepräsident Anton Amrhein. «Das Projekt ‹Türli und Arni› hat viel Charme und fügt sich ideal ins Sachsler Ortsbild ein.» Die Wettbewerbsjury habe hervorragende Arbeit geleistet, da sie sich in erster Linie auf funktionale und wirtschaftliche Kriterien stützte. Will heissen: Der Neubau soll kein «Architekten-Denkmal» werden, sondern wirklich die Bedürfnisse eines Schulbetriebs erfüllen. Und: Das Projekt darf nicht zu teuer werden.

Etwa 17 Millionen Franken lässt sich die Gemeinde den Schulhaus-Neubau kosten – zumindest stand diese Zahl vor einem Jahr in der Botschaft. Gilt dieser Richtwert noch, wenn nun gleich zwei neue Schulhäuser gebaut werden? «Ja», betont Anton Amrhein. Der Grund: Das neue Primarschulhaus kann gebaut werden, ohne dass das alte Türli-Schulhaus zuvor abgebrochen werden muss. «Damit ersparen wir uns den Bau von teuren Provisorien.»

Jury wählte anonym

«Das Projekt hinterlässt funktional und architektonisch einen sehr überzeugenden Eindruck», sagt auch Florian Spichtig, Gemeinderat und Präsident der Kommission Schulraumplanung. Dies zeige sich auch an der Tatsache, dass die Wettbewerbsjury ihren Entscheid einstimmig gefällt hat.

Die 66 eingereichten Projekte stammten aus der ganzen Schweiz, eines sogar aus Berlin. Sie wurden anonym beurteilt – die Jury wusste nicht, welches Architekturbüro hinter welchem Projekt steht. «Dass mit den Durrer Architekten aus Luzern nun gebürtige Obwaldner gewonnen haben, ist erfreulich», so Spichtig. Insgesamt haben sechs Architekten-Teams aus Obwalden teilgenommen.

Vor 2018 wird nicht gebaut

Wie geht es nun weiter? Vom 29. Januar bis 7. Februar findet eine öffentliche Ausstellung im Mehrzweckgebäude Flüematt in Flüeli-Ranft statt. Dort kann man die Pläne des Siegerprojekts als auch die Projekte sämtlicher Wettbewerbsteilnehmer begutachten.

Der Projektierungskredit für den Schulhausneubau kommt voraussichtlich am 10. April an die Urne. Rund ein Jahr später wird über den Baukredit abgestimmt. Vorgesehen ist, dass die Gemeinde den Neubau mit einer Zwecksteuer finanziert. Die Stimmbürger wurden darüber bereits vor einem Jahr in Kenntnis gesetzt.

Läuft alles nach Plan, kann im Sommer 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren.

Adrian Venetz

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.