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SACHSELN: Wolken am Sachsler Finanzhimmel

Die Gemeinde muss in der Jahresrechnung ein unerwartetes Minus von fast 840000 Franken hinnehmen. Darüber informierte Finanzchef Toni Amrhein in einer Medienorientierung.
Marion Wannemacher
Die Banken wurden angewiesen, mehrere 10'000 Franken an ausländische Geldinstitute zu überweisen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Die Banken wurden angewiesen, mehrere 10'000 Franken an ausländische Geldinstitute zu überweisen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@obwaldnerzeitung.ch


«Leider können wir dieses Jahr nicht so eine flotte Rechnung präsentieren wie im vergange­-nen Jahr», konstatiert Finanzchef Toni Amrhein bei der Vorstellung der Zahlen für 2016 mit Bedauern. Der Aufwandüberschuss beträgt knapp 840000 Franken, budgetiert waren gut 117000 Franken. Im Vorjahr hatte die Gemeinde Sachseln einen Gewinn von 330000 Franken einfahren können.

In der aktuellen Jahresrechnung steht ein Gesamtertrag von 19,6 Millionen Franken einem Aufwand von 20,5 Millionen gegenüber. «Nicht die Ausgaben sind das Problem, da konnten wir eine sehr grosse Disziplin halten. Wir haben etwa 1,5 Millionen Franken weniger Steuereinnahmen verzeichnen können», begründet Toni Amrhein. Die Nachsteuern bei juristischen wie auch privaten Personen hätten wesentlich weniger Einnahmen eingebracht. «Inwieweit das ein einmaliger Effekt ist, wissen wir nicht so genau», sagte der Finanzchef im Hinblick auf die kantonalen Datenvorgaben. «Es ist uns bestätigt worden, dass die Budgetvorgaben fürs laufende Jahre beibehalten werden können.» Insgesamt liegt das Eigenkapital der Gemeinde bei 12,7 Millionen Franken. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt in Sachseln bei rund 700 Franken, im Jahr 2014 waren es noch rund 1450 Franken pro Kopf.

Deutlich weniger Investitionen als budgetiert

Für Investitionen hat die Gemeinde Sachseln insgesamt netto 1,7 Millionen Franken eingesetzt, das ist deutlich weniger als vorgesehen. Veranschlagt waren in der Investitionsrechnung rund 5,6 Millionen Franken an Nettoausgaben. Einzelne Projekte konnten günstiger realisiert werden oder sind noch gar nicht umgesetzt worden, insbesondere die Wasserbauprojekte Sigetsbach und Edisriederbach sowie die Sanierung der Kanalisation Chuematt/Brünigstrasse.

Schulsozialarbeit soll auch in Sachseln eingeführt werden

Gemeindepräsident Peter Rohrer stellte ausserdem die Vorlage zur definitiven Einführung der Schulsozialarbeit in der Schule Sachseln vor. Diese unterstützt, berät und begleitet Schüler bei akuten Krisen und berät Lehrpersonen sowie Eltern bei Problemen mit den Schülern und Kindern. Im März 2015 hatte der Einwohnergemeinderat dazu ein Pilotprojekt für drei Schuljahre eingeführt. «Während in Obwalden Schulsozialarbeit bereits standardmässig angeboten wird, sind wir die letzte Gemeinde, die sie noch nicht definitiv eingeführt hat», betonte Gemeindepräsident Peter Rohrer. Ein Evaluationsbericht habe deren Qualität aufgezeigt, so Rohrer.

Das Pensum der Schulsozialarbeit soll künftig auf 60 Prozent und maximal zwei Personen aufgeteilt werden. Die Bruttokosten dafür betragen 60000 Franken. Die Gemeindeversammlung wird darüber entscheiden.

Hinweis

Gemeindeversammlung Sachseln am Mittwoch, 17. Mai, Gemeindesaal Mattli, 20 Uhr.

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