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SACHSELN/KALIFORNIEN: Eine Brücke von Obwalden über den grossen Teich

Viel erlebt hat das Jodelduett Geschwister Rohrer mit ihren Familien. Sie hatten ein Engagement bei einem ­Sängerfest ausgewanderter Schweizer. Und trafen Nachfahren ausgewanderter Obwaldner.
Marion Wannemacher
Die Geschwister Petra Vogler (ganz links) und Andrea Rohrer (Zweite von rechts) an der grossen Gala des «Swiss Singing and Yodeling Festival» in Kalifornien. Zudem von links: Fabienne Vogler (Kontrabass), Stefanie Rohrer, mit Fähnchen Liliane Rohrer, Mario Rohrer und ganz rechts Daniel Vogler am Akkordeon. (Bild: PD)

Die Geschwister Petra Vogler (ganz links) und Andrea Rohrer (Zweite von rechts) an der grossen Gala des «Swiss Singing and Yodeling Festival» in Kalifornien. Zudem von links: Fabienne Vogler (Kontrabass), Stefanie Rohrer, mit Fähnchen Liliane Rohrer, Mario Rohrer und ganz rechts Daniel Vogler am Akkordeon. (Bild: PD)

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@obwaldnerzeitung.ch

Die Koffer sind wieder ausgepackt. Aber die Familien von Andrea Rohrer-Rohrer und Petra Vogler-Rohrer von Flüeli-Ranft und Sachseln stehen noch ganz unter den Eindrücken ihrer grossen Reise nach Kalifornien. «Es war ein wunderbares Erlebnis», lautet das Fazit der beiden Schwestern. Alle drei Jahre findet an der pazifischen Küste ein «Swiss Singing und Yodeling Festival» ausgewanderter Schweizer und ihrer Nachfahren statt. Am diesjährigen vom 22. bis 25. Juni waren die beiden Obwaldner Familien als Ehrengäste eingeladen – als Einzige aus der ganzen Schweiz. «Das Ehepaar Sigrist aus Sachseln hat eine CD von uns als Jodlerfamilie mit nach Amerika als Gastgeschenk gebracht. Prompt fragte uns die Organisatorin Heidi Betschart, eine Nachfahrin ausgewanderter Schweizer, ob wir nicht mit unseren Familien zum Festival kommen wollten», erzählen die Geschwister.

Ehrengastauftritte waren eine Teamleistung

Und sie wollten. Nicht nur das Jodelduo Petra und Andrea war zu hören, auch ihre Kinder jodelten und brachten sich entsprechend mit ein: Stefanie (16 Jahre), Tochter von Bärti und Andrea, spielte Klavier, der 14-jährige Sohn der beiden betätigte sich als Fahnenschwinger, die 9-jährige Liliane sang sogar ein Solo. Petra Vogler spielte Klarinette, der 22-jährige Daniel, Sohn von Petra und Sepp, Akkordeon und seine zwei Jahre jüngere Schwester Fabienne Akkordeon und Bass.

«Die Festivalbesucher zeigten sich begeistert», erzählt Andrea Rohrer. «Sie verehrten unsern Jodelgesang regelrecht und fanden toll, wie originalgetreu und traditionsgemäss wir klingen. Es war schön zu sehen, wie sie sich über uns gefreut haben.» Überhaupt werde alles, was mit der Schweiz zu tun hat, unter den Nachfahren ausgewanderter Schweizer in Amerika hoch­gehalten. «Am Festival hatten sie sich die Mühe gemacht, für die Ehrengäste 600 Weingläser mit Edelweiss zu bemalen», nennen die Jodlerinnen ein Beispiel. «Es kommt dir fast das Augenwasser, wenn du die Fahnen, Treicheln, Trachten aus der ganzen Schweiz siehst – und die Vierjährigen mit ihren Treicheln», schildert Andrea Rohrer ihre Eindrücke.

Spannend war für die beiden Obwaldner Familien auch zu sehen, wie viele Nachfahren aus Obwalden sich bei ihnen meldeten. «Darunter waren 90-Jährige, die sogar noch Lungerer Mundart redeten. Es war eindrücklich zu hören, wie sie ehemals mit 200 Franken in der Tasche nach Amerika auswanderten.» Ganz viele Grüsse wurden den Obwaldnern zum Ausrichten übertragen. «Immer wieder treffen wir Leute in Sachseln, deren Angehörige wir dort drüben kennen gelernt haben.» Extrem herzlich und offen seien die neuen amerikanischen Freunde zu ihnen gewesen, hätten sie daheim zum Essen eingeladen oder, wie in einem Fall auf dem Festival, gar aufs Hotelzimmer, wo man gemeinsam bis nachts miteinander musiziert und auch das eine oder andere «Cheli» getrunken habe.

Von Golden Gate bis zu den «flachen Bergen»

Nicht missen möchten alle neun ihre Eindrücke vom Rahmenprogramm: «Die Farmen dort sind so riesig, manche haben 600 bis 1000 Stück Vieh, manche noch mehr.» Beeindruckt waren sie vom Pazifik, von San Francisco, der Golden Gate, vom Grand Canyon («flache Berge», wie sie die Kinder beschreiben) und der funkelnden Glitzerstadt in der Wüste – Las Vegas –, wo sie auf dem Rückflug einen Zwischenstopp einlegten.

Als Familien gemeinsam sei es die allererste Fernreise gewesen, erzählen die Schwestern Petra und Andrea. Und die Kontakte werden fortgesetzt, glauben beide. «Die Jungen werden sicher mal wieder dorthin reisen.»

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