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Sachsler Arnigrat-Jodler in Feierlaune

Naturjodelmelodien aus verschiedenen Regionen sind am vergangenen Samstag aufeinandergetroffen. Solojodler Peter Arnold sorgte am Jubiläumsanlass des Jodlerklubs Arnigrat Sachseln für Hörgenüsse – und junge Trachtenleute überzeugten mit ihrem Können.
Otmar Näpflin
Der jubilierende Jodlerklub Arnigrat Sachseln bei seinem Auftritt. (Bild: Otmar Näpflin (Sachseln, 23. März 2019))

Der jubilierende Jodlerklub Arnigrat Sachseln bei seinem Auftritt. (Bild: Otmar Näpflin (Sachseln, 23. März 2019))

Wenn runde Geburtstage gefeiert werden, dann lässt der Publikumsaufmarsch in der Regel nicht lange auf sich warten. Und wenn dies erst noch ein Jodlerklub ist, dann ist ihm eine Gästeschar sicher, die der Einladung gerne Folge leistet. Am vergangenen Samstag erfüllten sich diese Voraussetzungen für den vor 30 Jahren gegründeten Jodlerklub Arnigrat Sachseln vollauf, denn er teilte diese Festfreude mit rund 500 Besuchern im Mattlisaal.

Dabei hinterliess die 18-köpfige Sängerschar mit Kandidatin Ursi Spichtig und Dirigentin Madlen Niederberger zusammen einen durchwegs gefreuten Eindruck. Schon das beherzte Vortragen der Begrüssungskomposition «Uf em Heiwäg» hatte seinen Reiz. Die feinfühlige Interpretation gelang gut. Mit Heinz Güllers «Waldfride-Jutz» luden die Sachsler Jodler zum besinnlichen Waldspaziergang, der Ruhe und Stille verspricht. In Adolf Stählis «Bärgchilbi-Jutz» kamen Berglerfreuden, die sich melodisch in der Alpenwelt des Justistales abspielen, zum Ausdruck. Erhabenheit sprach auch aus Paul Schreibers «Waldverspräche». Mit diesem Werk waren die Sachsler Jodler bemüht, Optimismus an Personen zu vermitteln, die keine Fröhlichkeit kennen und auf der Suche nach neuem Glück sind. Mit dem «Obdesseler» und vor allem mit «Ds Älggi» und dem «Steimanndli-Juiz», beide aus der Feder von Gründerdirigent André von Moos, krönten die jubilierenden Arnigratjodler ihre gelungene Bühnenpräsenz, die das Publikum mit reichlichem Applaus honorierte.

Klingender Geburtstagsreigen

Gratulationsgrüsse aus dem Toggenburg überbrachte das Jodlerchörli Lütisburg. Die 20 Mannen, seit zwei Jahren von Bettina Arca geleitet, machten mit «Mis liebe Toggeburg» beste Werbung für ihre Gegend. Wie hierzulande geniessen die dortigen überlieferten, regionalen Heimatgesänge einen hohen Stellenwert, von denen etliche Kostproben zu hören waren. Verständlich, dass auch dem Humor auf witzige Weise Rechnung getragen wurde. Für eine willkommene Abwechslung war die Jugendtrachtengruppe Sachseln besorgt. Das Jungvolk gefiel besonders durch seine tänzerische Eleganz und die tadellos vorgetragenen choreografischen Elemente.

In Neuseeland gejodelt

Beachtlich waren auch die Vorträge von Solojodler Peter Arnold und seiner Frau Ursula, die ihn am Akkordeon begleitete. Nach jahrzehntelangem Aufenthalt in Neuseeland, wo er bei den Swiss-Kiwi-Jodlern Auckland mitsang, zog es die beiden wieder in die Schweiz zurück. Der rüstige Siebziger mit seiner goldenen Stimme verblüffte die begeisterten Zuhörer und bewies mit der Zugabe des Liebesliedes «Pokavekare ana», dass er die neuseeländische Landesprache Maori perfekt beherrscht. Programmbegleiterinnen waren Katja und Sara von Ah und zum Tanz spielte die Trachtämuisig Sachslä auf.

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