Sachsler genehmigen Allmendverordnung deutlich

Die Korporationsbürger von Sachseln heissen an einer Urnenabstimmung Änderungen im Allmendwesen gut. Bei einer Stimmbeteiligung von fast 59 Prozent wurden 400 Ja und 177 Nein eingelegt.

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Blick auf die Sachsler Allmend. (Bild: OZ)

Blick auf die Sachsler Allmend. (Bild: OZ)

Wurden die rund 350 Allmendteile bisher sogenannten Nutzniessern gegen ein kleines Entgelt zur Weiterverpachtung an Landwirte überlassen, so sollen nun alle Teile innert spätestens sechs Jahren an die Korporation zurückgehen, damit sie das Land ohne Zwischenpacht direkt an Bauern zur Nutzung abgeben kann. So sieht es die Allmendverordnung neu vor.

Das heutige Nutzniesser-System stammt aus alten Zeiten, als die Korporationsbürger noch Selbstversorger waren. In der Allmendverordnung von 1855 wurde das Allmendland aufgeteilt, damit jeder seinen «Pflanzblätz» bewirtschaften konnte. Diese Art sei heute nicht mehr gefragt, schreibt der Korporationsrat. (mvr)