SARNEN: 2 Millionen für Sanierung von Bahnübergängen

Der Kanton Obwalden zahlt 2 Millionen Franken an die Sanierung und Aufhebung von 47 Bahnübergängen auf der Brünig-Linie und in Engelberg. Der Kantonsrat hat am Donnerstag den entsprechenden Rahmenkredit mit 51 zu 0 Stimmen beschlossen.

Merken
Drucken
Teilen
Ein Zug der Zentralbahn fährt im Bahnhof Brünig ein. (Bild: Keystone)

Ein Zug der Zentralbahn fährt im Bahnhof Brünig ein. (Bild: Keystone)

Die Zentralbahn muss im Kanton Obwalden aus Sicherheitsgründen 47 Bahnübergänge für total 4,7 Millionen Franken sanieren. 36 Übergänge sollen bis Ende 2014 verschwinden. Teilweise sind neue Erschliessungsstrassen nötig. Die übrigen Übergänge sollen unter anderem mit Schranken oder Blinklichter gesichert werden.

Der Kanton Obwalden will daran rund 2 Millionen Franken zahlen. Bedingung ist, dass auch die Bahn selber und die Wegeigentümer die vereinbarten Anteile leisten. In zwei früheren Etappen wurden in Obwalden bereits 23 Übergange der Brünig-Linie und in Engelberg für total rund 6 Millionen Franken saniert.

Die Notwendigkeit der Sanierung der Bahnübergänge für mehr Sicherheit war im Kantonsrat unbestritten. Teilweise kritisiert wurden die Kosten des Projekts sowie die Verhandlungen und Informationspolitik der Zentralbahn. Der Rat stimmte einem Antrag der SVP klar zu, der präzisierte, dass es sich beim Kantonskredit um einen Maximalbetrag handelt.

Hubert Schumacher (SVP, Sarnen) zweifelte, ob die Kosten einzelner Sanierungen den Nutzen rechtfertigen. Er kritisierte überhöhte Tarife bei einzelnen Projekten. Josef Hainbuchner (SP, Engelberg) sagte, dass der Rahmenkredit auf keinen Fall überschritten werden dürfe.

Baudirektor Paul Federer erklärte, dass die Kostenkontrolle bei der Zentralbahn liege. Die Finanzkontrolle des Kantons werde die Abrechnungen jedoch genau kontrollieren.

Das Bahnunternehmen sei gemäss Aussagen von Betroffenen ein schwieriger und überheblicher Verhandlungspartner gewesen, sagte Helen Imfeld (CSP, Lungern). Sie erwarte künftig einvernehmliche Verhandlungen und keine Mehrkosten für die Grundeigentümer. (sda)