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SARNEN: 3,2 Kandidaten für jeden Sitz

Im Hauptort hat das Wahlvolk wie nirgendwo sonst die Qual der Wahl. 48 Frauen und Männer wollen in den Kantonsrat. Das sind nicht weniger als 3,2 Bewerber für jeden verfügbaren Sitz. Zudem hören nur drei aktuelle Mitglieder auf.
Markus von Rotz
Bild: PD

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Markus von Rotz

markus.vonrotz@obwaldnerzeitung.ch

31 Kandidaten traten vor vier Jahren in Sarnen an, dieses Jahr sind es 48 – eine fast unüberschaubare Anzahl. Das Gerangel ist gross, dabei darf man nicht vergessen, dass Bisherige einen grossen Wiederwahl-Bonus haben – und das sind immerhin 13 von 15 aktuellen Mitgliedern im Kantonsparlament aus dem Hauptort. CSP (11) und CVP (14) stellen gut die Hälfte aller Kandidaten, am kürzesten sind die Listen von FDP (6) und SVP (7). Auffallend sind die Listenverbindungen: Zum einen spannen FDP und SVP zusammen (siehe Seite 21), zum andern hat die CVP wie schon vor vier Jahren drei Listen: Dorf und Land und neu Freie Liste (2014: KMU-Liste). Diese «Manöver» machen es schwieriger, die Ausgangslage einzuschätzen.

Vor vier Jahren hielt sich die Parteistärke der drei CVP-Listen ziemlich die Waage: Alle brachten 11 bis 12 Prozent ein, was im Total 34 Prozent ergab. Auf jeder der drei Listen holte die CVP zwei Sitze, total sechs oder 40 Prozent und damit mehr, als ihr zustünde. Allerdings war der eine Sitz ein Restmandat.

FDP und SVP brachten es damals zusammen auf gut 39 Prozent und ebenfalls sechs Sitze, wobei die FDP von einem Restmandat profitierte. Vielleicht hilft ihre diesjährige Listenverbindung mit der SVP (27 Prozent) ihr als Juniorpartnerin. Nötig hätte sie es, falls die Wähler die «Hochzeit» goutieren: Der Wähleranteil der FDP ist seit 1998 (25 Prozent) im Sinkflug auf gut der Hälfte (2014: 11,7).

Klar drittstärkste Kraft bei den Wahlen 2014 war in Sarnen die SP (17 Prozent), währenddessen die CSP knapp auf 10 Prozent kam. Die einzige Veränderung bei den letzten Wahlen war, dass die CSP einen Sitz an die SVP verlor. Sie büsste in der Parteistärke drei Prozentpunkte ein.

Die Jüngste und der Älteste

Dieses Jahr tritt die CSP mit 11 (2014: 7) Kandidaten an – altersmässig mit einem riesigen Spektrum: Sowohl die jüngste Kandidatin (Mirjam Hostetmann) als auch der älteste (Constantin Gyr) sind auf ihrer Liste. Vier ihrer Kandidaten sind Wiederholungstäter: Sie traten schon vor vier Jahren an, schafften es aber wegen des einzigen Sitzes nur auf Ehrenplätze. Auch dieses Jahr kann die CSP auf «Zugpferd» Helen Keiser-Fürrer, aktuelle Kantonsratspräsidentin, zählen.

Ohne Spitzenmann Jürg Berlinger – der Sarner Gemeindepräsident holte vor vier Jahren intern das beste Resultat – zieht hingegen die CVP in die Wahlen. In einer guten Ausgangslage in Sachen Spitzenleuten ist die SVP: Drei ihrer vier besten (und auch gewählten) Stimmenfänger von 2014 (Peter Seiler, Christoph von Rotz und Hubert Schumacher) treten wieder an. Seiler, inzwischen auch Gemeinderat, machte von allen Sarner Kandidaten damals das beste Einzelergebnis.

Was heisst das nun für den 4. März? Die CVP dürfte wohl ihre sechs Sitze behalten können, die SVP wird ihre vier ebenfalls zu verteidigen wissen. Ob die CSP wieder auf zwei wie vor den letzten Wahlen kommt, ist äusserst fraglich. Die FDP darf nicht noch mehr Wähler verlieren, wenn sie ihre zwei Sitze behalten will. Dass sie von zwei Bisherigen verteidigt werden, könnte ihr Trumpf sein.

Der SP gelang es vor vier Jahren, ihre eigene Parteistärke von 14,5 auf 14,7 Prozent zu erhöhen, zusätzlich profitierte sie noch vom Jugendbonus von gut 2 Prozent dank den Jungsozialisten, die dieses Jahr nicht mehr mit einer eigenen Liste antreten. Der jüngste SP-Kandidat Urs Joller ist 20 Jahre alt, die beiden Juso-Kandidaten von 2014 tauchen auf der Liste der SP im Hauptort nicht mehr auf.

Bild: PD

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