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SARNEN: 400 Jahre Dienst an den Mitmenschen

Auf gleicher Höhe mit Äbtissin Pia zog Abt Christian in die Klosterkirche St. Andreas ein. Ein Zeichen des Dankes zum 400-Jahr-Jubiläum des Frauenklosters.
Romano Cuonz
Eine herzliche Begegnung zum grossen Geburtstag: der Engelberger Abt Christian mit Äbtissin Pia. (Bilder Romano Cuonz)

Eine herzliche Begegnung zum grossen Geburtstag: der Engelberger Abt Christian mit Äbtissin Pia. (Bilder Romano Cuonz)

Seit Wochen prangt neben der Pforte des Sarner Frauenklosters St. Andreas ein riesiges Plakat. Darauf acht Schwestern, und die sagen nur zwei Worte: «Dankä Obwaldä». Worte, die Obwaldens Behörden, aber auch die ganze Bevölkerung tief berühren. Denn: eigentlich hätte ja – wie Sarnens Gemeinderat Jürg Berlinger am Samstag feststellte – Obwalden den Klosterfrauen zu danken: Über 160 Jahre lang arbeiteten eine bis drei Schwestern an der Primarschule. Die meiste Zeit ohne Lohn. Ja gar Klassenzimmer stellte das Kloster zur Verfügung. Kommt dazu, dass die Benediktinerinnen mit Klostergründungen in Idaho USA (1906) und in Kamerun (1938) gute Werke aus Obwalden in alle Welt hinaustrugen. Wenn der Engelberger Abt Christian den 400. Geburtstag des Klosters mit den Worten «Gloria und Halleluja» bedachte, gab es dafür wahrlich guten Grund.

Sehr schwerer Anfang

Kein Zufall war es, wenn Abt Christian zum feierlichen Hochamt an der Seite von Äbtissin Mutter Pia in die Kirche des Sarner Jesuskindes einzog. Ja, mehr noch: Er wollte während der ganzen Feier mit ihr auf «gleicher Höhe» bleiben. «Dass das Kloster Engelberg – rein geschichtlich gesehen – einiges gutzumachen hat, ist mir bewusst», sagte der Abt. Damals, vor 400 Jahren, hätten die Engelberger Benediktiner ihr baufälliges unteres Kloster verkaufen und die Schwestern auf andere Klöster verteilen wollen. Aber die Gemeinschaft hatte dem Abt getrotzt. Sieben Nonnen zogen nach Sarnen und waren dort hoch willkommen. «Ich bin froh, dass das Sarner Jesuskind heute besonders freundlich lächelt und unsere Klöster wieder vereint sind», meinte Abt Christian zu Mutter Pia gewandt. Und diese schmunzelte, als sie bemerkte: «Solidarität über Jahrhunderte gab uns stets Mut und Zuversicht, unser Gebet und unsere Arbeit weiterzuführen. Jetzt fühlen wir uns, samt Jesuskind, im neuen Sarner Zuhause wohl und gut.»

Glaube, Vertrauen und Hoffnung

Einen grossen Anker zeichnete Abt Christian während des von acht Kozelebranten begleiteten Festgottesdiensts auf eine Tafel: «Wir sehen die Schätze des Himmels, wenn wir im Glauben vertrauen und die Hoffnung nie aufgeben.» Genau diese Wahrheit hätten die Sarner Schwestern zu allen Zeiten beherzigt. «Sie sind dem Anker der Hoffnung entgegengegangen, haben dabei stets von neuem Mut geschöpft. Und so haben sie gemeinsam ein Zeugnis in Jesus Christus abgelegt.» Dieses Vertrauen sei auch belohnt worden: 1964 mit dem Wiederaufbau der Klosterkirche nach dem Erdbeben. Und 2005 mit der Restaurierung und Erhaltung einmaliger Kulturgüter nach dem grossen Hochwasser. Dass dieses positive Signal auch ausstrahlte, wurde am grossen Fest immer wieder verdankt: Durch den Freundeskreis unter Peter Kastlunger, der half, wo er konnte. Durch Gastschwestern aus Idaho und Kamerun, die mitmusizierten und sangen. Durch Sarner Kinder, die unter Lisbeth Schmid Lieder darboten. Oder durch den Stiftschor von Engelberg mit einer musikalisch wunderschön gestalteten Messe.

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