SARNEN: «Bau hat eine erdrückende Dominanz»

Die geplante Erweiterung des «Schärmä» stösst auf Widerstand der Anrainer. Sie bekämpfen das Projekt als zu massiv und gigantisch.

Red
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Diese Häuser neben dem Schärmä (links, nicht mehr sichtbar) verschwinden hinter den Profilstangen für den Erweiterungsbau «Schmetterling». (Bild Corinne Glanzmann)

Diese Häuser neben dem Schärmä (links, nicht mehr sichtbar) verschwinden hinter den Profilstangen für den Erweiterungsbau «Schmetterling». (Bild Corinne Glanzmann)

«Bei genauer Betrachtung entpuppt sich der Erweiterungsbau der ‹Residenz am Schärmä› mit dem schönen Namen ‹Schmetterling› als Wolf im Schafspelz», empört sich Willi Stierli. Damit spricht er Anrainern von Birkenstrasse und Lärchenweg, welche dort seit den 1950er-Jahren Häuser besitzen, aus dem Herzen. In einer detaillierten Eingabe zum Quartierplan «Schmetterling» der Stiftung «Zukunft Alter – Wohnen und Betreuung» haben sie nun ihre Bedenken formuliert.

Die Juristin und SRF-Redaktorin Michèle Schönbächler bringt es auf den Punkt: «Das eben errichtete Baugespann macht deutlich, dass sich der massive Bau ‹Schmetterling› in keiner Weise in die bestehende Siedlung einfügt.» In der Tat: Im kleinstmöglichen Grenzabstand, unmittelbar vor den Häusern, soll sich der fünfstöckige, 17 Meter hohe, Neubau erheben. Ein Teil der Pflegeabteilung für Demenzkranke ist im Erdgeschoss geplant. Auf drei Obergeschossen sollen 102 neue Pflegeplätze entstehen. Dazu kämen auch noch 14 Attikawohnungen. «Dieser Klotz, der uns Licht und Sicht nimmt, ist höher und länger als der Spitalneubau, ja es ist eines der überhaupt wuchtigsten Gebäude in Sarnen», stellt Willi Stierli fest.