SARNEN: Begeisterung für die Ruderregatta Sarnersee

Die Ruderregatta Sarnersee an den Pfingsttagen stand auch aus internationaler Sicht im Rampenlicht.

Christian Schweizer
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Das Flaggschiff des Seeclubs Stansstad, der Elite-Doppelvierer mit Julian Flühler, Reto Amstad, Remo Diethelm und Luca Kopp (von links), liegt auf Kurs. Bild: Ralf Blase (3. Juni 2017)

Das Flaggschiff des Seeclubs Stansstad, der Elite-Doppelvierer mit Julian Flühler, Reto Amstad, Remo Diethelm und Luca Kopp (von links), liegt auf Kurs. Bild: Ralf Blase (3. Juni 2017)

Patrick Rombaut von der ­Fisa-Executive (Chefetage des Internationalen Ruderverbandes) und zugleich Vorsitzender der Schiedsrichterkommission hatte Sarnen als Zentrum des Schweizer Rudersports bisher zwar gekannt, war aber erstmals an diesem Mega-Event als Schiedsrichter an beiden Wettkampftagen persönlich vor Ort. Der Belgier kam ins Schwärmen, staunte, dass bei rund 1430 gestarteten Booten aus dem In- und Ausland (Deutschland, Katar, Ägypten und Tunesien) alles wie am Schnürchen klappte. Ihm imponierte vor allem die Armada von 50 Achtern in diversen Kategorien, die in gewissen Rennen über die Fisa-Norm von sechs auf acht Bahnen verteilt wurden.

Dabei war die tadellose Durchführung dieser Regatta – eine der grössten Europas überhaupt – keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Das OK unter dem Präsidium von Dorothy Rosenberger, einst selber Schiedsrichterin im schweizerischen Rudersport, war mehr als gefordert. Gewitter hatten wenige Tage zuvor den See mit Schwemmholz übersät, und Blitzschläge hatten die Fertigstellung der Streckenmarkierung bis kurz vor dem Termin hinausgezögert. Doch dank tatkräftigen Räumungs- und Installationsaktionen von langjährigen Spezialisten unter den rund 180 Helfern und Helferinnen stand der Ausrichtung der 118 Rennen nichts mehr im Weg. Das aus dem Ruderclub Sarnen und dem Seeclub Stansstad alljährlich formierte OK wusste auch zur 33. Auflage dieser Regatta ihr Know-how umzusetzen.

Seeclub Stansstad mit 16 Siegen

Der Weg war frei für ein Ruderspektakel auf hohem Niveau. Das Schiedsgericht musste mehrmals mittels Fotofinish die Sieger ermitteln. Und auch die zahlreichen Innerschweizer Rudervereine zogen kräftig mit und verbuchten 57 Siege, besonders am Sonntag der Seeclub Luzern, Ruderclub Reuss Luzern und der Seeclub Zug mit dem Gewinn aller Achterrennen der Männer von der Elite bis zu den Junioren.

Total 16 Siege gingen auf das Konto des Seeclubs Stansstad, der nun in seiner Zwischensaisonbilanz total 49 Siege aufweist. Allein 12 Erfolge verzeichneten die Rudercracks aus Nidwalden bereits am Samstag, darunter die Hattricks der beiden Skuller Luca Kopp (U19) (Einer, Doppelzweier in Renngemeinschaft Thalwil und Elite-Doppelvierer) und Luca Häfeli (U17) im Einer, in RG mit Küsnacht im Doppelzweier und Doppelvierer. Hinzu kommen die Erfolge der U17-Juniorinnen Elina Achermann, Laura Erismann und Annina Rohrer im Doppelvierer (RG mit Schaffhausen) am Samstag und der U15-Juniorinnen Sina Häfeli und Nieves Wittwer im Doppelvierer (RG mit Cham und Schaffhausen).

Zu feiern gab es die Sieg von Gian Luca Egli mit dem U15-Doppelzweier in Renngemeinschaft mit Reuss Luzern, der an beiden Tagen ungeschlagen verblieb. Grossartig auch am Samstag der Start-Ziel-Sieg des Stansstader Flaggschiffes, des Elite-Doppelvierers mit Julian Flühler, Reto Amstad, Remo Diethelm und Luca Kopp und am Sonntag der Triumph von Sina Häfeli im Einer der U15-Juniorinnen.

Den Leitern des Stansstader Regattateams, Klubtrainer Jürgen Träger und seinem Assistenten Aaron von Ballmoos, waren diese Erfolge Genugtuung und zugleich Ansporn, weiterhin bis zu den Schweizer Meisterschaften auf dem Rotsee von Anfang Juli zielgerichtet zu arbeiten.

Christian Schweizer

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Resultate/Impressionen unter: www.ruderregattasarnersee.ch