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SARNEN: CVP-Umfrage sollen jetzt Taten folgen

Mittels Online-Umfrage stellte die CVP fest, wo in Obwalden der Schuh besonders drückt. Dass die Partei nun die Frage «Wie weiter?» gerade im Spitex-Zentrum stellte, war kein Zufall.
Romano Cuonz
Irène Röttger als Geschäftsführerin der Spitex Obwalden im Gespräch mit den CVP-Regierungskandidaten Michael Siegrist (links) und Christoph Amstad. Bild: (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 24. Februar 2018))

Irène Röttger als Geschäftsführerin der Spitex Obwalden im Gespräch mit den CVP-Regierungskandidaten Michael Siegrist (links) und Christoph Amstad. Bild: (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 24. Februar 2018))

Romano Cuonz

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Unsere Online-Umfrage ‹Obwalden – wie weiter?› vom vergangenen Herbst soll keinesfalls in einer Schublade verschwinden», versprach CVP-Präsident Bruno von Rotz an der Partei­tagung. Vielmehr gelte es, jene Themen, die den Menschen im Kanton wichtig seien, nach dem Motto «Fakten-Lösungen-Perspektiven!» in den politischen Alltag zu tragen. Deshalb habe nun die Partei einige ihrer wichtigsten Protagonisten aufgefordert, Massnahmen zu markanten Umfrageergebnissen zur Diskussion zu stellen.

Bei der Umfrage hatten weitaus am meisten Leute die «Kostenbremse im Gesundheits­wesen» oder eine «Gesicherte Altersvorsorge» in den Vordergrund gestellt. Wohl deshalb beschloss die Parteileitung, die Tagung im Obwaldner Spitex-Zentrum in Kägiswil durchzuführen. Geschäftsführerin Irène Röttger belegte im Eintrittsreferat, wie richtig dies war: «Wir betreuen aktuell mit fast 100 Mitarbeitenden 350 Kundinnen und Kunden zu Hause», sagte sie. «Wir unterstützen und pflegen sie, beraten und begleiten auch ihre Angehörigen.»

Dass die Spitex die hohen Kosten im Gesundheitswesen wirksam bremsen könne, betonte auch CVP-Ständerat Erich Ettlin. «Weil die Krankenkassenprämien im Schnitt um rund 4 Prozent pro Jahr gestiegen sind und die Löhne praktisch nicht, ist das verfügbare Einkommen von Mittelstandsfamilien geschrumpft.» Dieser anhaltende Trend bringe viele Familien an ihre Grenzen. Zu einer Kostensenkung müssten Bund, Kantone, Leistungserbringer, Versicherer und auch Patienten etwas beitragen. «Die CVP Schweiz schlägt mehrere Massnahmen vor, um unnötige Kosten zu vermeiden und so den stetigen Prämienanstieg zu stoppen», versprach er. Dazu gehörten etwa billigere Medikamente, mehr Generika oder die Pflicht der Leistungserbringer, Patienten auch über günstigere Therapievarianten aufzuklären.

Asylsuchende leisten 6000 Arbeitsstunden

Nicht zu den Themen, die Obwaldner am meisten beschäftigen, gehört die Migration. Für ­Sicherheits- und Justizdirektor Christoph Amstad, der am 4. März wieder antritt, ist dies ein positives Zeichen. «Unser Kanton leistet anscheinend in Sachen Migration gute Arbeit!», so seine Einschätzung. Die Aufgaben in Betreuung und Integration habe man von der Caritas übernommen und dazu eine eigene Amtsstelle eingerichtet. «Seither stellen wir fest, wie Migranten sich bemühen, unsere Sprache zu lernen», lobte Amstad. «Gelingt es uns, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren, werden die Kosten für Sozialhilfeaufgaben bei den Gemeinden langfristig reduziert.» Erfreulich sei, so Amstad, dass Asylsuchende hier in diversen Beschäftigungsprogrammen schon heute 6000 Stunden wertvolle Arbeit geleistet hätten.

Lob für Aufklärungsquote der Polizei

«Wenn man heute in der Schweiz zu einem Fussballspiel geht, hat es bald mehr Polizisten als Zuschauer», schilderte CVP-Regierungskandidat Michael Siegrist die dramatische Veränderung der Sicherheitslage in der modernen Gesellschaft. Er zeigte aber auch auf, wie technische Entwicklungen grössere und kleinere Kriminelle auf den Plan rufen: Mit Hacking, Malware, Cybermobbing oder Internetbetrug etwa! Davon bleibe auch Obwalden nicht verschont. Aber, so lobte Siegrist: «Obwohl wir mit nur 60 Polizisten das zweitkleinste Korps haben, weisen wir mit 50 Prozent eine der landesweit höchsten Aufklärungsquoten auf!»

Damit dies weiterhin so bleibe, müsse Obwalden jedoch Optimierungen in der Zusammenarbeit finden. Siegrists Fazit: «Eine noch stärkere Zusammenarbeit mit anderen Kantonen ist der Schlüssel, damit wir unsere heute hohe Sicherheit auch in Zukunft erhalten können.» Für weitere Anliegen aus der Umfrage – etwa die familienexterne Kinderbetreuung oder ein vielseitiges Bildungsangebot – wollen sich bisherige und auch neue CVP- Kantonsräte einsetzen. Dies jedenfalls liess sich aus dem von Raphael Disler geleiteten Podium mit Vreni Kiser, Veronika Wagner, Sonnie Burch und Angela Dell’Amore ableiten.

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