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SARNEN: Dem Regen ohne Scheibenwischer getrotzt

Rund 3000 Erwachsene und Kinder bestaunten am Samstag und Sonntag beim Oldtimertreffen in Sarnen die über 500 Fahrzeuge – trotz Dauerregen.
Viele Zuschauer säumten in Sarnen den Strassenrand beim Start der Oldtimer in Richtung Beromünster. (Bild Birgit Scheidegger)

Viele Zuschauer säumten in Sarnen den Strassenrand beim Start der Oldtimer in Richtung Beromünster. (Bild Birgit Scheidegger)

Birgit Scheidegger

Während die Flüsse und Seen in der Schweiz teilweise über die Ufer traten, waren die Nässe und der Regen in Sarnen kaum ein Thema. Die Oldtimer-in-Obwalden-Fans (OiO) stellten sich unter den Schirm, und die Fahrer reagierten gelassen. «Ich habe halt alle paar Kilometer angehalten und die Scheiben geputzt», sagte Gabriel Marte aus Österreich, dessen alter Ford mit Jahrgang 1930 nicht einmal Scheibenwischer hat. Noch gelassener nahm es Thomas Fanger aus Wilen, der mit seinem amerikanischen Jeep «J7» mit Jahrgang 1978 unterwegs war – nur mit einer Plane am Dach und den Seiten ausgerüstet: «Das sind Ledersitze, die trocknen gut ab. Ausserdem sind Löcher am Boden, da rinnt das Wasser durch.» Fanger wäre gerne mit seiner Corvette Stingray zum Oldtimer-Treffen gekommen, aber er zog den Jeep wegen des Regens vor. Herbi und Daniel Kiser kauften ihren Ford mit Jahrgang 1931 bereits vor rund 30 Jahren, waren aber lange mit der Restauration beschäftigt und nahmen deshalb zum ersten Mal am OiO teil. «Die Plane ist dicht. Nur der Rumpelseat, sprich ‹Schwiegermutter-Sitz› wäre heute ungemütlich», erklärte Herbi Kiser und klappte den hinteren Teil des Fahrzeugs auf, um diesen speziellen Sitz zu zeigen.

«Engländer» an Regen gewohnt

Keine Gurte, keine Airbags, zum Teil nur ein kleiner Scheibenwischer, so präsentierten sich die Fahrzeuge mit den Jahrgängen von 1884 bis 1985. Die älteren Besucher schwelgten in Erinnerungen, und die Jüngeren bewunderten die zum Teil ausladenden Formen der amerikanischen Autos und das alte Blech, das extra für den Anlass auf Hochglanz poliert wurde. So wie beim Oldtimer von Josef Berchtold aus Stans, der seinen Ford A mit Jahrgang 1929 vor 30 Jahren in Kanada für rund 27 000 Dollar kaufte. «Es ist alles noch im Originalzustand», erzählte er stolz, «so ein Oldtimer war immer mein Traum.» Etwas häufiger aus der Garage nehmen Herbert und Margrit Weibel ihren MG Midget MK IV, ein rechtsgesteuertes Auto aus dem Jahr 1973. «Wir haben das englische Fahrzeug seit 1994 und machen häufig Passfahrten damit», so Herbert Weibel. Auf die Nässe vom Wochenende angesprochen, lachte das Ehepaar: «Ein englisches Auto ist Regenwetter gewöhnt, oder?»

Wie jedes Jahr war das OiO ein grösseres Volksfest, gut durchorganisiert von Ruedi Müller, der sich überrascht zeigte über so viele Teilnehmer: «Mit 560 Anmeldungen konnten wir einen Rekord verzeichnen. Nur rund ein Dutzend Teilnehmer ist nicht erschienen.» Am Sonntag ging die Fahrt der alten Fahrzeuge weiter nach Beromünster, mit reichlich Abschiedswinken der bis zu 1500 Besucher pro Tag.

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