SARNEN: Der Lido-Entscheid liegt beim Stimmvolk

Das Projekt Lido Sarnen sei «zweifellos visionär». Sieht dies das Stimmvolk auch so und sagt es Ja zum Kredit von 18 Millionen Franken, kann es bald losgehen.

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So soll das Lido-Schwimmbecken dereinst aussehen. (Visualisierung pd)

So soll das Lido-Schwimmbecken dereinst aussehen. (Visualisierung pd)

Am 1. Juni stellen die Sarner Stimmberechtigten die Weichen für die Zukunft des beim Unwetter 2005 zerstörten Strandbades. Sagen sie Ja, steht dem 23-Millionen-Projekt nichts mehr im Weg. An der Gemeindeversammlung vom Dienstag und am Donnerstagabend informierte der Gemeinderat in der Aula Cher über seine Pläne. Opposition gab es keine. Das «zweifellos visionäre Projekt» werde «über das Sarneraatal in die Zentralschweiz hinausstrahlen», so Gemeindepräsident Werner Stauffer.

5-Stern-Campinganlage
Nachdem im Dezember das Projekt «Imago» der Arbeitsgemeinschaft Joos & Mathys, Architekten, Zürich/Seiler Architekten, Sarnen, als Wettbewerbs-Siegerin hervorgegangen war, machte sich der Gemeinderat an die weitere Planung. In der Botschaft zur Urnenabstimmung vom 1. Juni wird das Projekt im Detail vorgestellt. Im Zentrum steht der Neubau einer Strandbadanlage mit einem 25-Meter-Schwimmbecken und einem Seerestaurant, einer 5-Stern-Campinganlage sowie drei Tennisplätzen und zwei Beachvolleyball-Feldern. Auf dem Campingplatz sind 97 Residenzplätze, 111 Touristenplätze und ein dezentrales Servicegebäude geplant.

Für die Erstellung der gesamten Anlage rechnet man mit Kosten von rund 23 Millionen Franken. Rund 5 Millionen Franken davon kommen aus der Kasse der Versicherungen und der Glückskette. Das Volk hat deshalb über einen Kredit von netto 17,85 Millionen Franken abzustimmen. Aus Rückstellungen der Jahre 2006 und 2007 stehen 2,8 Millionen Franken bereit, sodass sich ein Finanzierungsbedarf von rund 15 Millionen Franken ergibt.

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.