Sarnen

Der Luzerner Chemiewehrstützpunkt übernimmt ab 2021 die Chemiewehr in Obwalden

Um Kosten zu sparen und wegen des geringen Gefahrenpotenzials, hat der Obwaldner Regierungsrat mit dem Kanton Luzern eine Vereinbarung über die Sicherstellung der Chemiewehr abgeschlossen.

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Chemiewehr Grossübung auf dem Gelände der Sika Sarnafil in Sarnen. Über hundert Rettungskräfte aus Obwalden und Uri nahmen daran teil.

Chemiewehr Grossübung auf dem Gelände der Sika Sarnafil in Sarnen. Über hundert Rettungskräfte aus Obwalden und Uri nahmen daran teil.

Marion Wannemacher/ Neue Obwaldner Zeitung

(sok) Der Chemiestützpunkt in Sarnen wird aufgelöst. Dies meldete der Kanton Obwalden am Freitag. Grund dafür sind Kostenüberlegungen sowie das verhältnismässig geringe Gefahrenpotenzial von chemischen und biologischen Stoffen im Kanton Obwalden.

Eine Abklärung des Volkswirtschaftsdepartements habe gezeigt, dass die Vorteile einer Auslagerung überwiegen. Der Regierungsrat hat deshalb mit dem Kanton Luzern eine Vereinbarung über die Sicherstellung der Chemiewehr im Kanton Obwalden abgeschlossen. Ab dem 1. Januar wird die Bewältigung von Störfällen mit chemischen und biologischen Stoffen durch den Luzerner Chemiewehrstützpunkt in Emmen übernommen. Die geltende Richtfahrzeit von 45 Minuten für Einsätze im ganzen Kanton könne eingehalten werden, der Ersteinsatz werde wie bisher durch die Ortsfeuerwehren geleistet. Zudem besteht für Angehörige des aufgelösten Chemiewehrstützpunkts Sarnen die Möglichkeit, im Chemiewehrstützpunkt des Kantons Luzern Dienst zu leisten.