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SARNEN: Die Kindergärtler ziehen in den Wald

Ab Sommer startet der Waldkindergarten. Die Platzprobleme wegen gestiegener Zahlen sind dabei aber nicht der Hauptgrund.
Matthias Piazza
So würde das auch in Sarnen aussehen: im Bild der Kindergarten Stans im Buoholzwald in Dallenwil. (Archivbild Corinne Glanzmann)

So würde das auch in Sarnen aussehen: im Bild der Kindergarten Stans im Buoholzwald in Dallenwil. (Archivbild Corinne Glanzmann)

Matthias Piazza

Sarner Kinder, die diesen Sommer in den Kindergarten kommen, können von einem ganz neuen Angebot profitieren. Erstmals wird in Sarnen eine Klasse als Waldkindergarten geführt. Die Kinder treffen sich morgens im Dorf, wo sie sich dann gemeinsam zu ihrem Freiluftklassenzimmer, voraussichtlich beim Melchaa-Delta, begeben und dort zwischen 8.30 und 11.30 Uhr, von Montag bis Freitag ihren Unterricht abhalten – bei Wind und Wetter. Eine Art Forstwagen bietet Unterschlupf, falls das Wetter allzu garstig werden sollte. Eine ausgebildete Kindergartenlehrperson und eine Begleitperson betreuen die Schar. Mit einem Bus gehts danach zurück ins Dorf, wo einige Kinder am betreuten Mittagstisch essen.

«Der Waldkindergarten ist eine sehr spannende Unterrichtsform, die den Kindern neue Erfahrungen in der Natur ermöglicht und sie für den Wald sensibilisiert. Wir sind davon überzeugt», meint der zuständige Gemeinderat Jürg Berlinger (CVP) zum neuen geplanten Angebot. Er ist überzeugt, dass der freiwillige Waldkindergarten bei den Kindern auf Anklang stösst.

Mehr Platz für mehr Kindergärtler

Ein weiterer Grund für die Verlegung in den Wald ist der Platz, der für das kommende Schuljahr nicht mehr reicht. «Ab Sommer haben wir mehr Kindergärtler als in diesem Schuljahr und müssen darum von drei auf vier Klassen aufstocken, da mehr als 18 Kinder pro Klasse nicht optimal sind», erklärt Jürg Berlinger. Einen zusätzlichen Kindergartenraum habe man nicht schaffen wollen. Auch aus finanziellen Gründen. So koste der Waldkindergarten jährlich zwischen 50 000 und 100 000 Franken und damit bedeutend weniger als ein zusätzlicher Raum. Die übrigen Kindergärtler haben den Unterricht in den Pavillons hinter dem Provisorium der Obwaldner Kantonalbank.

Versuch für drei Jahre

Der Waldkindergarten soll vorerst für drei Jahre geführt werden. Nach zweieinhalb Jahren, im Januar 2018, wollen Gemeinde- und Schulrat die Erfahrungen mit dem Waldkindergarten auswerten und über eine allfällige Weiterführung neu entscheiden.

Die betroffenen Eltern werden an einem Elternabend am 19. März über das Angebot informiert. «Für eine Einteilung in den Waldkindergarten sind das Interesse und die Zustimmung der Eltern die wichtigste Grundlage», so Berlinger.

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