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SARNEN: Die renovierte Schulanlage in Stalden ist das neue Prunkstück

Freudentag für die Bevölkerung in Stalden: Die renovierte Schulanlage ist am Samstag eingeweiht worden. Rund 6 Millionen Franken investierte die Einwohnergemeinde dafür.
Robert Hess
Das vollständig renovierte Schulhaus 1, rechts dahinter das Schulhaus 2. (Bild: Robert Hess (Stalden, 5. Mai 2018))

Das vollständig renovierte Schulhaus 1, rechts dahinter das Schulhaus 2. (Bild: Robert Hess (Stalden, 5. Mai 2018))

Robert Hess

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Ich ‹bi usinnig gärn› in die Schule gegangen», sagte am Samstagvormittag die ehemalige Schülerin Ruth Rupp-Sigrist beim Apéro an der feierlichen Einweihung der «neuen» Schulanlage in Stalden. Nicht «ungern in die Schule» ging auch der heute 88-jährige Sepp Burch. «Aber unsere Lehrerin in den ersten Klassen, eine Klosterfrau, ist mit uns zu streng gewesen, Tatzen waren an der Tagesordnung», berichtete er. «Die Schwander Buben sind eben auch nicht immer so brav gewesen», nimmt Ruth Rupp die damaligen Ordensfrauen in Schutz: «Disziplin musste einfach sein bei Klassengrössen bis zu 60 Schülern.»

Beim Rundgang durch die renovierten und neu eingerichteten Klassenzimmer im 1910 erbauten und 1930 erweiterten Schulhaus 1 wurde den Besuchern klar, dass Architekt Beda Dillier nicht zuerst grössere Räume für die heutigen Bedürfnisse planen musste, sondern die bereits bestehenden grossen Schulzimmer für die heutigen geringeren Klassenbestände übernehmen, renovieren und ausstatten konnte.

In einer «prächtigen Anlage» arbeiten

Als «einladend und schön eingerichtet», bezeichnete der 15-jährige Luca Feller die neuen Räume. Eindruck haben ihm auch die «modern und zweckmässig ausgestalteten Gruppenräume» gemacht. «Klar hatte das alte Schulhaus auch seinen Reiz», blickt der heutige Oberstufenschüler in Sarnen auf seine Schwander Schulzeit zurück.

Sichtlich Freude herrschte bei den vielen Besuchern. Dazu gehörte auch Schulleiterin Petra Degen, die seit zehn Jahren dem Team in Stalden angehört. «Wir dürfen in einer wirklich prächtigen Anlage arbeiten», meinte sie strahlend. Alt und Neu seien ideal verbunden worden, sodass sich die heute 95 Schüler sowie die 16 Lehrer wohl fühlten. In Stalden wird ein Kindergarten geführt und in der Unterstufe bis zur 6. Klasse unterrichtet.

An der Einweihung der Schulanlage bekannte sich der Sarner Gemeindepräsident Jürg Berlinger zur Weiterführung der Strategie mit den drei Aussenschulen Stalden, Wilen und Kägiswil. «Dass dies der richtige Weg ist, zeigte die deutliche Zustimmung der Gemeindeversammlung vom November 2015 zum 6-Millionen-Projekt in der Schwendi.» Das denkmalgeschützte Schulhaus 1 musste dringend erneuert und erweitert werden, vor allem die technischen Anlagen genügten nicht mehr. Dazu kamen – wie im Schulhaus 2 – Brandschutzmassnahmen und behindertengerechte Zugänglichkeit, so der Gemeindepräsident weiter.

Menü des Architekten, Segen des Pfarrers

Der Grossteil der Investitionen, rund 5 Millionen Franken, forderte die Renovation des Schulhauses 1. Die alte Milchsuppe ist verschwunden. Für den Mittagstisch wird, zusammen mit baulichen Massnahmen, von der Korporation ein Teil des «Schwanderhofes» gemietet. Die Planung, Projektierung und erste Umbauarbeiten im Schulhaus 2 sowie die Restaurierung des Schulhauses 1 verglich der Sarner Architekt Beda Dillier als Menü in mehreren Gängen.

Schliesslich verband Pfarrer Joseph Brunner seinen Segen mit Wünschen: Dass die Lehrer den Schülern mit offenem Herzen begegnen, die Schüler auf die Lehrer eingehen und auf sie hören, und dass die Eltern verstehen, dass es für die Lehrer nicht immer einfach ist, auf die Schüler mit ihren verschiedensten Charakteren und Talenten einzugehen.

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