SARNEN: Diese Riesenschnecke macht allen Spass

«Wir sind alle Fasnächtler», sagt Daniel Stöckli. Selbstredend, dass er mit der Familie am Kinderumzug teilnimmt.

Primus Camenzind
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Die Familie Stöckli am diesjährigen Kinderumzug in Sarnen. (Bild Adrian Venetz)

Die Familie Stöckli am diesjährigen Kinderumzug in Sarnen. (Bild Adrian Venetz)

Primus Camenzind

Obwohl Stöcklis schon seit Jahren an der Kinderfasnacht vom Schmutzigen Donnerstag auf der Piste sind, ist ihr Auftritt in der Regel von langer Hand vorbereitet. «Noch bevor das Sarner Fasnachtsmotto bekannt wurde, waren wir uns ‹en famille› über unser eigenes Umzugssujet einig», sagt Daniel Stöckli. Da noch Ferien geplant waren, begann man schon im November des vergangenen Jahres mit den Vorbereitungen. «Damit wir kurz vor der Fasnacht nicht doch noch in den Stress kommen, was aber trotzdem immer wieder der Fall ist.»

Der Kinderumzug am Schmudo 2016 in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
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Die Hippies auf Tour. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Die Hippies auf Tour. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Ein grosser Holzschlitten am Umzug. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Einige Impressionen vom Kinderumzug am Schmudo in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Die Kühe sind los. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Schlümpfe an der Fasnacht. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Einige Impressionen vom Kinderumzug am Schmudo in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Ein Adler. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Einige Impressionen vom Kinderumzug am Schmudo in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Einige Impressionen vom Kinderumzug am Schmudo in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Einige Impressionen vom Kinderumzug am Schmudo in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Einige Impressionen vom Kinderumzug am Schmudo in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Hippies auf Tour. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Ein Hirsch versteckte sich unter den Umzugsteilnehmern. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Einige Impressionen vom Kinderumzug am Schmudo in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Einige Impressionen vom Kinderumzug am Schmudo in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Einige Impressionen vom Kinderumzug am Schmudo in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))
Einige Impressionen vom Kinderumzug am Schmudo in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))

Der Kinderumzug am Schmudo 2016 in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz (Neue OZ))

Und – wie es der glückliche Zufall wollte – da passte zwischen den Fasnachtsoberen und Danis Familie vieles schon zusammen: «Im Rausch der Alpen» verkündete die Lälli-Zunft – und darauf konterte die Familie Stöckli mit ihrer eigenen Devise: «Wo Berge – da Zwerge.» Durch geringe Anpassungen sei man dem offiziellen Motto noch etwas nähergekommen, gibt Stöckli zu verstehen. Hinter den farbenfrohen Kobolden verbergen sich die Eltern Steffi und Dani, die Kinder Rosa (8) und Carlo (4) sowie Danis Schwester Anuschka. Mittendrin eine goldene Riesenschnecke. Geduldig schleppt sie auf ihrem Rücken die beiden Kinder über die Umzugsroute.

Ein Muss, kein Zwang

«Indem wir jeweils schon im November für die kommende Fasnacht zu basteln beginnen, wird es für uns alle schon fast zum Muss, an der Kinderfasnacht mitzuwirken», betont der Mitarbeiter im Obwaldner Staatsarchiv. Von Zwang sei allerdings keine Rede, die pure Freude sei bestimmend: «Wir sind alle Fasnächtler», bekräftigt Dani.

Da die Stöckli-Zwerge selbst gebastelte, faszinierende Vollmasken tragen, hatten die Kinder «extrem Spass» beim Kleistern. «Rosa konnte ihren Grind auch selber bemalen», lässt uns der ehemalige Lehrer wissen. «Über die Jahre kommt zunehmend Begeisterung auf, und es für uns Eltern schön, festzustellen, dass wir unser Fasnachtsfieber auf die Kinder übertragen können.» Von diesem Fieber lässt sich die Familie allerdings nicht nur am Schmutzigen Donnerstag befallen. Dani Stöckli: «Wir waren heute Morgen bereits in Luzern, liefen mit Genuss durch die Gassen und werden das am Güdismontag wiederholen.»

10 Zentimeter «Schpatzig»

Die Fahrt mit dem Zug in die Fasnachtshochburg ist für die Familie Stöckli immer auch ein kleines Abenteuer: «Unsere Schnecke hatte knapp 10 Zentimeter ‹Schpatzig›, um durch die Waggontüren der Zentralbahn zu kriechen.» Zwischendurch sind die Eltern und Anuschka auch allein auf der Strecke. «Etwa am Abend in Luzern», klärt Dani auf. «Einen weiteren Auftritt gönnen wir uns bestimmt am kommenden Dienstag. Wir werden vermutlich kurz vor Beginn des grossen Umzugs in Sarnen auf der Route sein.»

Rangierung ist Nebensache

Wie das Sujet «Wo Berge – da Zwerge» am Schmutzigen Donnerstag von der Jury rangiert wurde, ist für die Familie Stöckli nicht so wichtig. «Die Kinder interessiert es überhaupt nicht, wir Erwachsenen freuen uns im Stillen, wenn wir irgendwo auf der Rangliste auftauchen», sagt Dani. «Wir wissen ja zum Voraus, dass jeweils ein Thema vorgegeben ist. Letztes Jahr waren wir Schafe – weit weg vom Motto», erinnert er sich. «Es macht ganz einfach Spass, dabei zu sein und vielleicht sogar prämiert zu werden.»

Immerhin, die Zwerge in den Bergen belegten unter 20 Umzugsnummern den tollen vierten Rang.