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SARNEN: Ein Festival mit Zukunftspotenzial

Der Landenberg wurde zur Hip-Hop-Hochburg umfunktioniert. Das Konzept kam bei den knapp 800 Besuchern an. Die Organisatoren wollen das Rapattack-Festival auch in Zukunft durchführen.
Oliver Mattmann
Hardy Nimi bei seinem Auftritt am Rapattack-Festival auf dem Landenberg. (Bild: Oliver Mattmann (Sarnen, 29. Juli 2017))

Hardy Nimi bei seinem Auftritt am Rapattack-Festival auf dem Landenberg. (Bild: Oliver Mattmann (Sarnen, 29. Juli 2017))

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@obwaldnerzeitung.ch

Die urbane Hip-Hop-Szene und das ländliche Obwalden: Passt das zueinander? Definitiv. So viel lässt sich spätestens nach der Premiere des Rapattack-Festivals vom Samstag mit knapp 800 Besuchern sagen. Als ob die jungen Organisatoren schon Dutzende Open Airs in ihrer Karriere durchgeführt hätten, wirkte die ganze Kulisse äusserst professionell. Hier eine knapp 100 Meter lange Graffitiwand sowie eine Breakdance-Plattform für ausgewählte Künstler, da eine Zone, um im saftigen Grün des berühmtesten Hügels in Sarnen etwas zu relaxen. «Wir haben jeden Quadratmeter des Areals ausgenutzt, was von den Besuchern sehr geschätzt wurde», wird OK-Präsident Tim Schöpfer hinterher sagen. Und dann ist da natürlich noch die Bühne, auf der ab Mitte Nachmittag sechs Acts aus dem In- und Ausland ihre Texte und Musik aufs Publikum losliessen.

Der Auftakt war zwar etwas verhalten. Auch wenn sich der Emmenbrücker Rapper Hardy Nimi und seine Crew alle Mühe gaben, die Zuschauer zu animieren, suchten sich viele in der prallen Nachmittagssonne vorwiegend noch ein Schattenplätzchen. Mit Fortdauer des Festivals änderte sich das aber, und als spätabends der amerikanische Rapper Dillon Cooper zum Mikrofon griff, war der vordere Teil vor der Bühne voll. Just in diesem Moment öffnete Petrus für kurze Zeit die Schleusen und bescherte dem Publikum die Abkühlung, die es sich Stunden zuvor gewünscht hatte. «Wir befürchteten, dass die Zuschauer flüchten und Schutz vor dem Regen suchen würden, doch die meisten tanzten unbeirrt weiter und liessen sich die gute Stimmung durch ein paar Tropfen nicht verderben», erzählt Tim Schöpfer.

Über 100 Helfer standen über Tage im Einsatz

Überhaupt ist der erstmalige Anlass laut Schöpfer auf «sehr viel positive Resonanz» gestossen. «Viele Besucher hatten ein bescheideneres Areal erwartet und sind überrascht worden.» So auch Philipp Widmer aus Kägiswil: «Ich dachte ‹wow!›, als ich die Location gesehen habe.» Für die Festivalpremiere sei die Aufmachung sehr schön geworden. «Ich finde es cool, dass die Organisatoren das in Obwalden durchziehen. Was sie hier bieten, ist lobenswert.» Auch Tanja Amrein fühlte sich von der Kulisse angetan. «Die Atmosphäre hier, umgeben von der Natur, ist extrem chillig.» Einzig der See fehle, fügte die Ennetbürgerin lachend an. Der Hip-Hop wecke in ihr Jugenderinnerungen, und Festivals in dieser Stilrichtung seien in der Zentralschweiz rar. «Das sind alles junge Leute, die etwas Grosses auf die Beine stellen. Ich finde, das verdient unsere Unterstützung.»

Unterstützung brauchte das neunköpfige OK auch in Form von Helfern. Über 100 an der Zahl halfen bei der Durchführung des Festivals inklusive Auf- und Abbau mit. «Sie haben einen tollen Job geleistet», windet Tim Schöpfer diesen ein Kränzchen. Auch deshalb sei das «extrem friedliche» Open Air ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen, zieht der OK-Präsident positive Bilanz. Und auch in finanzieller Hinsicht «sind wir gut auf Kurs», sagte er gestern. Heisst das, es wird eine zweite Ausgabe geben? «Unser Konzept basiert auf einer längerfristigen Zukunft. Wir haben sicher vor, das Rapattack-Festival weiterzuführen.»

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