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SARNEN: Ein Kantonsschullehrer will in Myanmar Hotelfachleute ausbilden

In Myanmar entsteht auf Initiative von Kari Kiser ein Bildungszentrum für Hotelberufe. Noch fehlt dafür Startkapital.
Projektleiter Kari Kiser (rechts) zeigt mit Präsident Toni Durrer auf der Karte den Standort des neuen Zentrums. (Bild: Birgit Scheidegger)

Projektleiter Kari Kiser (rechts) zeigt mit Präsident Toni Durrer auf der Karte den Standort des neuen Zentrums. (Bild: Birgit Scheidegger)

«Was wir jetzt brauchen, ist Startkapital», betonte der ehemalige Kantonslehrer Kari Kiser jüngst bei einer Präsentation in Sarnen. Nach der Begrüssung durch Toni Durrer, Präsident des Vereins nachhaltige Entwicklung in Myanmar, sowie einem Vortrag von Lorraine Mills und Livia Girtanner mit Impressionen über das Land stellte er das Projekt vor. Nach Jahrzehnten politischer Instabilität und Isolation vom internationalen Tourismus und ausländischen Wirtschaftspartnern brauche der Südosten Myanmars Starthilfen für die Entwicklung, vor allem im Bereich der Infrastruktur und Ausbildung.

Genau hier setzt das Projekt «Eche», Education Center for Hospitality and Environment, an. Es entsteht in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung, den Hospitality-Organisationen und den Initianten Kari Kiser und U Kyaw Swar. Der in der Schweiz gegründete Verein für nachhaltige Entwicklung in Myanmar ist für die Förderung des Projekts zuständig und die zentrale Koordinationsstelle. «Hotels im Gebiet Myeik sind geplant, doch es gibt keine Ausbildungsmöglichkeiten für Personal», erklärte Kiser. Dem soll das Ausbildungszentrum Rechnung tragen. Jugend­liche sollen einen Job erhalten, indem ein praxisorientiertes Trainingskonzept für Hotelberufe angeboten wird. Rund 100 junge Leute zwischen 18 und 25 Jahren will man pro Jahr ausbilden. Damit soll das kundenfreund­liche Hotel die lokale Wirtschaft fördern. «Das Gesamtprojekt sieht drei Abteilungen vor, Umwelt, Hotel und Schule», sagte Kiser, der selber seit Jahren in Myanmar lebt. «Dazu gehören erneuerbare Energieformen genauso wie ein Abfall-Management und Kompostierung sowie eine Wasseraufbereitung und Abwasserentsorgung.» Das rund 6000 Quadratmeter grosse Stück Land wird vom Staat im zinsfreien Baurecht abgegeben.

Hotelbetrieb soll schon nächstes Jahr starten

Bei der 2014 gegründeten Organisation handle es sich um ein ­solides Unternehmen, betonte Kiser. «Wir wollen mit unseren Projekten Jobs schaffen zur Armutsbekämpfung und für die nachhaltige Entwicklung, welche Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft in der Balance halten.» Die Bauten sollen einfach, aber von hoher Qualität sein und sich im Vollbetrieb selber tragen. Für 2016 bis 2019 sind gut 800000 US-Dollar budgetiert. «Was uns noch fehlt, ist Startkapital. Entweder als Sponsoring-Beitrag oder als Partner von Eche, wofür es regelmässig Informationen gibt sowie eine Einladung für sechs Nächte ins Hotel des Zen­trums.» Läuft alles nach Plan, soll der Hotelbetrieb im Trainingscenter 2018 aufgenommen werden. In der Diskussionsrunde interessierten Antworten zu Fragen nach der Auslastung, dem Abwasser-Problem sowie den Reiserouten ins Gebiet.

Birgit Scheidegger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Informationen unter www.eche-myanmar.org

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