SARNEN: Ende des «Pfammatters» ist ein Neuanfang

Bald geht der «Pfammatter» zu. Gibts dann keine Buchhandlung im Sarneraatal mehr? «Das darf nicht sein», sagte Radiomann Geri Dillier.

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Rita Kaufmann (rechts) und Ursula Lustenberger schliessen ihre Buchhandlung Pfammatter. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Rita Kaufmann (rechts) und Ursula Lustenberger schliessen ihre Buchhandlung Pfammatter. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

«Ende August geht für uns mehr als ein Kapitel zu Ende schon eher ein ganzer Foliant unseres Berufslebens», sagen Rita Kaufmann und Ursula Lustenberger. Seit fast zehn Jahren führen sie die Buchhandlung Pfammatter in Sarnen. Bald ist Schluss die beiden geben ihr Geschäft auf. «Wir haben diesen Entscheid schweren Herzens gefällt», sagt Ursula Lustenberger. Einzig finanzielle Gründe hätten den Ausschlag gegeben. «Für eine Beratungsbuchhandlung nach unserem Berufsverständnis ist das wirtschaftliche Eis zusehends dünner geworden.» Besonders der zunehmende Buchverkauf übers Internet sowie die Aufhebung der Buchpreisbindung bereiteten den beiden Frauen in letzter Zeit Bauchschmerzen. «Wir hätten gerne weitergemacht. Denn es steckt sehr viel Herzblut dahinter», sagt Lustenberger. Und auch Tradition: Die Gründung der Buchhandlung geht aufs Jahr 1917 zurück.

«Wir wagen es»
Doch es gibt auch gute Nachrichten für Kunden und Buchfreunde: Der bekannte Obwaldner Radiomann Geri Dillier und seine Frau Marta haben die Liegenschaft und das Geschäft gekauft und sorgen dafür, dass die einzige Buchhandlung im Sarneraatal nicht schliesst. «Zum Kulturangebot eines Kantons gehört einfach auch eine Buchhandlung», findet Geri Dillier. Es sind vor allem ideelle Beweggründe, die ihn zu diesem Schritt veranlasst haben. «Bücher sind meine Leidenschaft», sagt der Germanist und Hörspielregisseur. «Dass es in der heutigen Zeit alles andere als einfach ist, eine kleine Buchhandlung zu führen, ist uns klar. Doch wir wagen es.»

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.