SARNEN: Fasnächtler leben Tradition

Am Samstag ist «Uiftakt». Die Lälli-Zunft lässt das «Bruichtum» aufleben. Die Sarner Guugger gehen es dieses Jahr etwas langsamer an.

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Die diesjährige Plakette der Lälli-Zunft. (Bild: PD)

Die diesjährige Plakette der Lälli-Zunft. (Bild: PD)

cri. «Sie ist urchig und mit der Tradition verbunden, so wie die Fasnacht selbst», erklärte Urs Krähenbühl gestern am Presse-Apéro, zu dem die Lälli-Zunft eingeladen hatte. Ihm habe die Arbeit an der neuen Plakette grossen Spass gemacht, setzte der Künstler hinzu. Mittlerweile ist es die Dritte, die er für die Sarner Zunft fertigte. Passend zum Fasnachtsmotto «Bruichtum läbä» zeigt sie den mit Kuhglocke behangenen Zunftmeister Bäni (Britschgi) I., der ein Alphorn buckelnd mit einem Schweizer Fähnchen schwingt. Zu haben ist die Neue aus Bronze, Silber oder Gold. In Sachen künstlerischer Qualität sind jedoch alle Gold wert. Denn Urs Krähenbühl durfte noch im alten Jahr die Prämierung der besten Fasnachtsplakette in Luzern entgegen nehmen – dafür musste er sich gegen 19 Mitstreiter durchsetzen.

Ein Original macht «gluschtig»

Eingefunden hatten sich die Fasnächtler in Iréne Durrers Strumpfhuis – einem «Original im Sarnerdorf», wie es Lälli-Pressechef Pascal Häller umschrieb. So war denn auch gleich der Standort für das traditionelle Zunft-Schaufenster gefunden und wurde an der Poststrasse 3 feierlich enthüllt. «Es soll ‹gluschtig› auf die Fasnacht und unser Motto sowie den Zunftmeister im Dorf bekannt machen», erklärt Häller.

Rätschbäsä gefordert

Der «Uiftakt» zur fünften Jahreszeit bildet die Fasnachtseröffnung vom Samstag, 12. Januar (20 Uhr) auf dem Dorfplatz. Organisiert wird diese zum ersten Mal nur von den Rätschbäsä Guuggern. «Vor der GV standen wir kurz vor der Auflösung», erklärt Marco von Wyl, Präsident der Sarner Guugger, welche bisher stets mitgeholfen hatten. «Die Jungen fehlen. Vor 2011 waren wir noch 40, jetzt sind wir noch 22 und auf der Suche nach jungen Leuten, die Freude an der Musik haben», so von Wyl weiter. Die Guugge sei zu viel Arbeit, habe es verschiedentlich geheissen. Deshalb wolle man jetzt auch den organisatorischen Aufwand vorläufig vermindern. «Die Arbeitsteilung entfällt. Wir brauchen mehr Helfer als zuvor», meint Michi Gassmann, Präsident der Rätschbäsä, dazu. Ehemalige Guugger hätten aber bereitwillig ausgeholfen.

Nach dem «Uiftakt» folgt ein dichtes Programm mit der Hüetli- (25. Januar) und der Kinderfasnacht (7. Februar) sowie der eigentliche Höhepunkt, dem Fasnachtsdienstag (12. Februar) mit dem grossen Umzug durchs Dorf, der Prämierung der Wagen und dem Abschied.