SARNEN: Flugzeugunglück: Ursachenforschung ist aufwendig

Noch gibt es keine definitiven Erkenntnisse zur Unfallursache zum Flugzeugabsturz in Kägiswil. Der Leiter der Untersuchung warnt vor voreiligen Schlüssen.

Oliver Mattmann
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Rettungskräfte am vergangenen Dienstag bei der Absturzstelle in Kägiswil. Das Flugzeugwrack ist von einem Zelt verdeckt. (Bild: Keystone)

Rettungskräfte am vergangenen Dienstag bei der Absturzstelle in Kägiswil. Das Flugzeugwrack ist von einem Zelt verdeckt. (Bild: Keystone)

Beim tragischen Absturz eines Kleinflugzeugs nahe des Flugplatzes Kägiswil in Sarnen sind am ver­gangenen Dienstag zwei Obwaldner und der Pilot aus Nidwalden ums Leben gekommen. Jean Roulin von der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST), die sich mit Unfällen und gefährlichen Ereignissen von Bahnen, Luftfahrzeugen und Schiffen befasst, leitet die Untersuchung.

Die SUST versucht nun, den Unfallflug zu rekonstruieren. «Es ist grundsätzlich möglich, Flüge anhand von GPS-Daten sowie Radarspuren, die sich im Nachhinein herunterladen lassen, nachzuvollziehen. Das trifft aber nicht auf alle Flugzeuge zu. Wie es bei der abgestürzten Maschine in Sarnen gewesen ist, haben wir noch nicht in Erfahrung bringen können. Einen Flugdatenschreiber hatte dieser Typ Flugzeug aber sicher nicht», sagt Roulin auf Anfrage.

Auch die meteorologischen Daten werden derzeit ausgewertet. Die Windverhältnisse beispielsweise können eine Minute vor oder nach dem Unfall anders gewesen sein als beim Absturz. Das Wetter sei ein Aspekt, aber nicht mehr und nicht weniger, so Roulin weiter.

Das ausführliche Interview lesen Sie am Montag in der Neuen OZ und im E-Paper.