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SARNEN: Geballte Ladung Digitalisierung

Mit einer geballten Ladung Digitalisierung wartete der Verein Micropark Pilatus an seiner Generalversammlung auf. «Verantwortlich» dafür war insbesondere der Zürcher Unternehmer und Ständerat Ruedi Noser.
Der Zürcher Unternehmer und Ständerat Ruedi Noser sprach am ­Frühjahrsanlass des Microparks. Bild: Robert Hess (Sarnen, 27. März 2017)

Der Zürcher Unternehmer und Ständerat Ruedi Noser sprach am ­Frühjahrsanlass des Microparks. Bild: Robert Hess (Sarnen, 27. März 2017)

Mit «Suppe, Vorspeise und Hauptspeise» liesse sich das Menü zur 11. Generalversammlung des in Alpnach domizilierten Microparks Pilatus in der Kantonsschule Obwalden beschreiben. Die «Suppe» servierte Vereinspräsident Jost Ettlin. Er brachte die ordentlichen Traktanden in einer knappen halben Stunde über die Bühne (siehe Kasten). Als «Vorspeise» sprach Jost Ettlin im anschliessenden Frühjahresanlass vor rund 80 Personen zum Tagesthema Digitalisierung. «Alles spricht von den grossen Herausforderungen, die im Zusammenhang mit der alles verändernden Digitalisierung auf uns zukommen», hatte der Präsident bereits im Editorial des Jahresberichts geschrieben.

Kunden und Konsumenten profitieren

Der Verein Micropark Pilatus unterstütze Start-up-Unternehmen mit aller Kraft, so Ettlin weiter. Weil Start-ups versuchten, etwas Bestehendes zu verändern und Neues zu realisieren. Ettlin ist überzeugt, dass Kunden und Konsumenten von den Veränderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung «in grossem Mass profitieren werden». Als Beispiel nannte Ettlin Uber. Die Taxifahrer beschwerten sich, dass Uber ihnen das Geschäft verderbe. Wer aber beide Branchen nutzen konnte, habe erfahren, dass Uber schneller, viel effizienter und ressourcenschonender sei. «Ich würde Uber dem Taxi vorziehen, auch wenn es nicht günstiger wäre.»

Als Unternehmer und Politiker ein Schwergewicht

Die «Hauptspeise» des Abends trug der 56-jährige Zürcher Unternehmer und FDP-Ständerat Ruedi Noser auf. Er ist Inhaber der Noser-Gruppe, die mit ihren rund 500 Mitarbeitenden zu den führenden Anbietern von Informations- und Kommunikationstechnik-Lösungen und -Dienstleistungen in der Schweiz gehört. Er sei ein «Kind» der Mikroprozessoren, er habe die Zeit der Lochkarten «schon nicht mehr erlebt», blickte der Referent zurück. Heute sei die Virtualität zur Realität geworden, und man sei so weit, dass man mit einem 3D-Drucker ein Haus überall auf der Welt identisch bauen könne. In der Vergangenheit sei Digitalität Aufgabe der IT-Abteilung eines Unternehmens gewesen, neu werde die ganze Firma digital. Eine erste industrielle Revolution habe die Schweiz komplett verpasst und wegen der fehlenden Mechanisierung der Textilindustrie bis 1920 über 400 000 Jobs verloren. Aber die zweite ab 1900 habe die Schweiz als Sieger gemeistert mit dem Aufbau der Maschinenindustrie, der chemischen Industrie und dem Tourismus.

«Wir haben auch in der Zukunft die Chance, das Richtige zu machen, wenn wir unternehmerischen Geist zeigen und kreativ sind. So hätte die Schweiz im Bereich der Digitalisierung eine grosse Zukunftschance. Noser schlägt vor, in die beiden ETH Lausanne und Zürich innerhalb von zehn Jahren zwei Milliarden Franken zusätzlich zu investieren, um hier die Transformation der Digitalisierung zu finanzieren. Damit könne man die besten eigenen Talente in der Schweiz behalten. «Die Schweiz ist top­attraktiv für die besten Köpfe», denn sie sei seriös in der Finanzierung, und man sei bereit zum Arbeiten. Ein solches Institut hätte das Potenzial, in der Schweiz Zehntausende von Stellen zu schaffen, ist er überzeugt.

Robert Hess

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

70 Prozent der Räume belegt

Micropark 17 von 24 Räumen im Micropark Pilatus in Alpnach sind per 1. April 2017 belegt. «Zielgrösse sind derzeit 80 Prozent», erklärte Vereinspräsident Jost Ettlin an der 11. Generalversammlung in der Kantonsschule Obwalden.

Das Unternehmerzentrum an der Alpnacher Industriestrasse 23 bietet vor allem Start-up-Firmen Räume zu attraktiven Mietbedingungen sowie ideale Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Administrationssupport, für den Start in die Selbstständigkeit. Derzeit haben acht junge Unternehmen ihren Standort im Micropark Pilatus. 2016 sind drei Firmen weggezogen, neu kamen das Start-up Urversity sowie das kommerzielle Unternehmen Nordlux hinzu. Weiter hat sich der jüngste Bewohner, der Verein Tüftelpark Pilatus, mit einer Werkstatt für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren eingerichtet. Er soll bei den Schülerinnen und Schülern das Interesse für das Handwerk wecken, sagte Jost ­Ettlin.

Die Generalversammlung vom Montagabend genehmigte das Protokoll der GV 16, den Jahresbericht des Präsidenten sowie die Jahresrechnung 2016 inklusive Entlastung des Vorstandes einstimmig. Im Vorstand wurde Martha Bächler (Standort-Promotion Obwalden) auf eine Amtsdauer von drei Jahren bestätigt. Als Nachfolger des zurückgetretenen Roland Rossacher wurde Daniel von Wyl ­(beide Maxon) in den Vorstand gewählt. (rh)

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