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SARNEN: Grosse Ehre für «Mister Biathlon»

Der Gemeinderat hat 21 junge Sportlerinnen und Sportler geehrt, die 2017 Medaillen gewonnen haben. Den Sportförderungspreis erhielt der Stalder Biathlontrainer Heinz Wolf.
Romano Cuonz
Biathlontrainer Heinz Wolf (Mitte) erhält von Cleo Bracale (links) und Gemeindepräsident Jürg Berlinger den Sarner Sportförderungspreis. (Bild: Romano Cuonz (18. März 2018))

Biathlontrainer Heinz Wolf (Mitte) erhält von Cleo Bracale (links) und Gemeindepräsident Jürg Berlinger den Sarner Sportförderungspreis. (Bild: Romano Cuonz (18. März 2018))

Romano Cuonz

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

«Ich muss schon auf einiges verzichten und sehr hart trainieren, wenn ich in Zukunft noch weitere Medaillen gewinnen will», sagte die 28-jährige Sarnerin ­Jeannine Gmelin, als ihr Cleo Bracale im Namen der gemeindlichen Sportkommission eine Ehrenurkunde überreichte. Die Ruderin hatte letztes Jahr im amerikanischen Sarasota den Weltmeistertitel im Frauen-Einer gewonnen. Sie war die wohl prominenteste von insgesamt 21 Sportlerinnen und Sportlern, die von der Gemeinde Sarnen anlässlich des heurigen Crosslaufs geehrt wurden. «Wir freuen uns jedes Jahr, wenn wir unsere erfolgreichsten Athletinnen und Athleten feiern und in der Festwirtschaft samt Begleitpersonen zu einem Apéro einladen können», sagte auch Gemeindepräsident Jürg Berlinger, der bei der Sportlerehrung in all den Jahren stets dabei war.

Zu den aussichtsreichen Sportlern gehört auch der Speerwerfer und Hürdenläufer Fabio Haueter mit Silber und Bronze bei den U16/U18-Schweizer-Meisterschaften. «Mein klares Ziel ist die Teilnahme an Europameisterschaften», gab der Leichtathlet zu verstehen. Bei den Damen freute sich einmal mehr Crossläuferin Amy Leibundgut über Erstplatzierungen. Erfolgreich waren auch wieder Sarnens Bogenschützen. René Enz (57) und Ueli Britschgi (53) wurden mit dem Team sowohl Schweizer- wie Europameister. Auch an Nachwuchs fehlt es nicht: Sowohl Fabio Helfenstein, Daniel Muff als auch Dominique von Rotz gewannen mit Pfeil und Bogen Edelmetall. Einen weiteren Schwerpunkt setzt Sarnen im Karate: Da waren Jasmin Bernhard, Yvonne Hofmann und Andreas Abgottspon sehr erfolgreich. Im Luftpistolenschiessen glänzte Denis Durrer mehrmals landesweit. Ein sicherer Wert ist auch Vater Theo Zurmühle mit seinen Söhnen Pascal und Sandro im Seilziehen. Alle holten sie Gold oder Silber. In einer ganz besonderen Sportart zeichnete sich die Geräteturnerin Flavia Imfeld aus: Sie brillierte mit Sprüngen ins Wasser vom Schaukelring. Der Langläufer Simon Zberg holte mit der Staffel Bronze in La Fouly. Und dann waren da auch noch national siegreiche Biathletinnen und Biathleten: Lara Berwert, Ronja Rietveld, Julian Schumacher und Annina Zberg!

Randsportart ins Zentrum gerückt

Dass 2018 gleich vier junge Biathletinnen und Biathleten aus Obwalden für Schlagzeilen sorgen, ist vor allem einem Mann zu verdanken: dem Nachwuchsförderer und Trainer Heinz Wolf vom SC Schwendi-Langis. Sein Name soll künftig auf einer Tafel am Sportgebäude Seefeld verewigt werden. Bei der Übergabe des Sportförderungspreises an ihn hielt Cleo Bracale die Laudatio. «Heinz hat die Fähigkeit, die Begeisterung für den Biathlonsport, in dem er 1968 selber Junioren-Meister war, auf unsere Jugend zu übertragen», lobte Bracale. Ja gar als «Mister Biathlon» bezeichnete er den Mann, dem es gelungen ist, eine Sportart, die in der Schweiz noch immer als Randsport angesehen wird, ausgerechnet in Obwalden in den Mittelpunkt zu rücken. Vor allem ihm verdanke man, dass heute rund 40 Jugendliche an nordischen Nachwuchswettkämpfen auf Langlaufskiern und mit Gewehr am Rücken erfolgreich seien. Dies sei eines der grössten und erfolgreichsten Jugendkader der Schweiz. Seit 2010 hätten junge Obwaldnerinnen und Obwaldner über 30 Medaillen an Biathlon-Schweizer-Meisterschaften gewonnen. Als Bracale dies sagte, applaudierten die Biathlon-Kids im Hintergrund frenetisch. Sie hatten es sich nämlich nicht nehmen lassen, dabei zu sein, als ihr hoch geschätzter Trainer geehrt wurde.

Übrigens: Davon, dass sich Heinz Wolf auch an der Sportmittelschule Engelberg aktiv engagierte, konnte beispielsweise die Engelbergerin Lena Häcki – Gewinnerin eines Olympia Diploms in Pyoengchang – profitieren. Dass sich der erfolgreiche Trainer nun auf seinen zahlreichen Lorbeeren ausruhen werde, sei unwahrscheinlich, meinte der Laudator. In der Tat: Schon jetzt denkt Heinz Wolf daran, dass «nach der Saison vor der Saison ist». Bereits bietet er wieder Schnuppertrainings für Kinder an, und der SC Schwendi-Langis wird sich wohl noch auf zahlreiche weitere Medaillen freuen dürfen.

Geehrte Sportler

Abgottspon Andreas, 2001, Karate; Bernhard Jasmin, 2005, Karate (Schweizer Meisterin); Berwert Lara, 2003, Biathlon (SM); Britschgi Ueli, 1965, Bogenschiessen (Europameister Team); Durrer Denis, 2002, Luftpistole, Enz René, 1961, Bogensch. (EM); Gmelin ­Jeannine, 1990, Rudern (Weltmeisterin); Haueter Fabio, 2000, Leichtathletik; Helfenstein Fabio, 2005, Bogensch. (SM); Hofmann Yvonne, 1994, Karate; Imfeld Flavia, 1992, Geräteturnen (SM); Leibundgut Amy, 2000, Leichtathletik; Muff Daniel, 1969, Bogensch.; Rietveld Ronja, 2004, Biathlon (SM); Schumacher Julian, 1997, Biathlon; von Rotz Dominique, 1999, Bogensch. (SM U15); Zberg Annina, 2003, Biathlon (SM U15); Zberg Simon, 2001, Langlauf; Zurmühle Pascal, 2001 Seilziehen; Zurmühle Sandro, 2000 Seilziehen; Zurmühle Theo, 1963, Seilziehen.

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