SARNEN: Hangrutsch: Regierung ruft Notstand aus

Die Rutschung Hintergraben wurde zum Notstandsgebiet erklärt. Bei einer Begehung vor Ort zeigt sich das Ausmass der Schäden – und der drohenden Gefahr.

Adrian Venetz
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Deutlich sind die Bruchstellen und Risse im Gebiet zu sehen. Ein Landwirt musste bereits vor einiger Zeit seinen Stall abreissen - er hält nun Yak-Rinder, die ständig im Freien sein können. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Deutlich sind die Bruchstellen und Risse im Gebiet zu sehen. Ein Landwirt musste bereits vor einiger Zeit seinen Stall abreissen - er hält nun Yak-Rinder, die ständig im Freien sein können. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Der Kernbereich der Rutschung rot, das Notstandsgebiet gelb. (Bild: PD)

Der Kernbereich der Rutschung rot, das Notstandsgebiet gelb. (Bild: PD)

Es sind Zahlen, die man sich kaum vorstellen kann: Im Gebiet Hintergraben, westlich von Stalden, sind 8 Millionen Tonnen Erdmasse in Bewegung. Weil die Geschwindigkeit der Rutschung massiv zunimmt, hat der Regierungsrat die Region zum Notstandsgebiet erklärt.

Der Gemeindeführungsstab orientierte am Mittwochnachmittag die Medien und betroffene Anwohner vor Ort. Bei der rund einstündigen Begehung zeigte sich das Ausmass der Schäden – und auch der Gefahr, die nun droht.

Sepp Kathriner auf dem Bauplatz für das neue Zuhause. Hinter seinem Rücken und dem Hügel liegt die Gefahrenzone. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
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Der Kernbereich der Rutschung rot, das Notstandsgebiet gelb. (Bild: PD)

Sepp Kathriner auf dem Bauplatz für das neue Zuhause. Hinter seinem Rücken und dem Hügel liegt die Gefahrenzone. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Das Wasser fernhalten

Sorgen bereitet den Fachleuten vor allem das Wasser. Wenn Regen in die Risse im Erdreich dringt, wird das Gebiet noch instabiler – plötzlich können sich einzelne Schollen lösen. «Wer sich dann in gesperrten Abschnitten aufhält, ist in Lebensgefahr», warnte der Geologe Markus Liniger. Die Arbeiten konzentrieren sich deshalb momentan darauf, den Schlimbach von Holz frei zu halten. Zudem erarbeitet der Gemeindeführungsstab ein Alarmierungs- und Evakuationskonzept. Der Rutschung selbst steht man praktisch machtlos gegenüber.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen OZ und im E-Paper.