SARNEN: Hossli nimmt Abschied vom Hoftheater

Mit der letzten Vorstellung von «Medea» verabschiedet sich Adrian Hossli am Samstagabend vom Kollegitheater Sarnen. Eine 30-jährige Epoche geht damit zu Ende.

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Adrian Hossli. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Adrian Hossli. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Alles begann 1978. Aus Zürich kommend, übernahm der damals junge Adrian Hossli vom langjährigen Hoftheater-Direktor Pater Sigisbert Frick die Leitung des Kollegitheaters. Gleichzeitig wurde er an der Kantonsschule als Zeichenlehrer angestellt.

Für Hossli war Sarnen kein unbekannter Ort, verbrachte er doch seine Jugendzeit in Stans. Damals wohnte er in einem Haus, in dessen Garten das Atelier des verstorbenen Kunstmalers Melchior Wyrsch stand. In Hosslis Kinderjahren wurde dieses vom Künstler Anton Flüeler benutzt. «Die Atmosphäre rund um den verarmten, vom Schicksal gebeutelten Künstler übte auf mich unschuldigen Knaben eine magische Wirkung aus. Ich wollte es ihm gleichtun, ohne dabei abzustürzen», erinnert sich Hossli.

Seine Wanderjahre
Mit 17 Jahren begann im Jesuiteninternat im vorarlbergischen Feldkirch für Hossli ein neues Leben. Die vom Orden bewusst gelenkte und geförderte barocke Theatertradition nahm ihn vollends gefangen. Man erlaubte dem Zögling, erste Bühnenbilder für Goldoni, Molière und Gogol zu entwerfen. «Ich gewann das Vertrauen der ?Obrigkeit? und fühlte mich geehrt», sagt der 65-jährige Hossli heute. Dem Internat nach fünf Jahren glücklich entsprungen, schloss er sich gleich dem Studententheater der Universität Zürich an. Auch hier kreierte er eifrig Bühnenbilder, daneben studierte er an der Kunstgewerbeschule.

Bea Zai

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.