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SARNEN: Humorvolles Stück aus dem Leben

Dem Gesellen-Theater vom Kolping-Verein ist die Premiere von «Drum prüfe, wer sich ewig windet» gelungen. Beglückt wird das Publikum von zehn talentierten Schauspielern und einer grossen Portion Humor.
Isabel Christen
Die Frage um die Ehe löst einen Streit aus: Eugen Bleibtreu (Walter Hartmann) und Sigrid Rapp (Anita Conrath). (Bild: Jasmin Hess/PD)

Die Frage um die Ehe löst einen Streit aus: Eugen Bleibtreu (Walter Hartmann) und Sigrid Rapp (Anita Conrath). (Bild: Jasmin Hess/PD)

Isabel Christen

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Bleib allein, aber glücklich» heisst das Eheverhinderungsinstitut von Eugen Bleibtreu (Walter Hartmann). Seit seiner verlustreichen Ehe setzt sich Eugen für andere Männer ein, um diese von den Gefahren einer Heirat zu bewahren. Einen Raum nebenan befindet sich das Geschäft «Gib der Braut eine Chance» von Eugens Kontrahentin, Sigrid Rapp (Anita Conrath). Bei dieser Ausgangs­lage entsteht ein unausweich­licher Interessenkonflikt mit komplizierten Kunden, einer verrückten Putzfrau (Nadin Wieland als Martha Spieler) und dem plötzlichen Auftauchen des Steueramts (Corinne Omlin als Marianne Kleinlich). Das Chaos ist gegeben, und daraus resultiert die Frage: Wird eines der beiden Institute nun die Oberhand gewinnen?

Auf die Antwort zu dieser Frage konnte der Regisseur Gerhard Halter aus Sarnen Einfluss nehmen. Er übersetzte die dreiaktige Komödie von Hans Schimmel in den Obwaldner Dialekt. Dialektsprache sei weniger präzise als das Hochdeutsche, erklärt Halter. Deshalb schrieb er einige Witze neu, sodass sie auch im Dialekt im Sinne des Originals blieben. Auch inhaltlich nahm er wenige Veränderungen vor und strich zum Beispiel eine Szene unter der Gürtellinie. Halter selbst spielt schon seit 35 Jahren Theater und führte zum sechsten Mal Regie. In den 45 Proben seit Herbst seien das Timing und die hohen Erwartungen an die teils unerfahrenen Schauspieler grosse Herausforderungen für ihn gewesen.

Es braucht rund 50 Helfer vor und hinter der Bühne

Nimmt man das laute Lachen im ausverkauften Theater als Indikator, wurde jedoch schnell klar, dass diese Erwartungen bei weitem übertroffen wurden. Die Besucher Andreas und Josy Flühler-Fuchs aus Stalden beurteilten das Theater als «sensationell» und «das amüsanteste», das sie je gesehen hätten. Es seien die überspitzt dargestellten Tatsachen aus dem täglichen Leben, welche dieses humorvolle Theater auszeichneten. Somit hat auch Ruedi Kiser, Präsident des Theaters und Mitglied des Kolping-Vereins, sein Ziel erreicht. «Die Besucher sollen lachen, das Theater geniessen und andere Sorgen vergessen.» Kiser schätzt das freiwillige Engagement der ungefähr 50 Helfer, von Souffleusen über Bühnenbauer bis Bar-Helfer. Beeindruckt ist er auch von der professionellen Tätigkeit des Regisseurs.

Nach dem Theater dürfen Publikum und Helfer in der Hollywood-Bar diskutieren und natürlich weiterlachen.

Hinweis

«Drum prüfe, wer sich ewig windet»: Aufführungen in der Aula Cher bis 1. April. Vorverkauf und Infos: www.gesellen-theater.ch oder Tel. 041 660 93 22 (Dienstag/Donnerstag, 18.30 bis 20 Uhr).

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