SARNEN: In der «Mühle» wird nicht nur Korn gemahlen

Raphaël Spichtig ist ein Körnlipicker. Und seine Mittagsmenüs sind kaum geniessbar. Wenn man sich da bloss nicht täuscht ?

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Raphaël Spichtig, Inhaber der Mühle. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Raphaël Spichtig, Inhaber der Mühle. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Er ist kein Mann der grossen Worte. Vermutlich ist dies mit ein Grund, dass sich seine Menüs in der «Mühle» in Sarnen bislang nicht so gut verkauft haben. «Ich muss wohl mehr Werbung machen», sagt Raphäel Spichtig heute. Vor anderthalb Jahren hat er der alten Gaststube neues Leben eingehaucht. Mit der Idee dahinter: den Gästen Menüs aus gesunden, biologisch angebauten und fair gehandelten Lebensmitteln zu servieren. Aber Hand aufs Herz: Viele, die das hören, runzeln erst mal die Stirn. Biologisch und gesund ist ja gut und recht, aber man möchte schliesslich auch geniessen.

Viele Vorurteile
Solche Vorurteile kennt Raphaël Spichtig zur Genüge. Und er weiss: Sie sind ein weiterer Grund dafür, dass die Gaststube Mühle noch nicht ganz auf kräftigen Beinen steht. «Aber gesundes und biologisches Essen schliesst den Genuss nicht aus ganz im Gegenteil.»

Im ersten Jahr boten er und sein Team täglich ein Mittagsmenü mit vier Gängen für 25 Franken an und jeweils am Samstagabend ein Gourmetmenü. Doch die Geldsorgen plagten ihn: «Die mangelnde Liquidität hing wie ein Damoklesschwert über uns», sagt Spichtig. Vor einem halben Jahr nahm er ein Time-out. In dieser Zeit konstruierte er ein günstigeres Kostendach. Mitte April ging dann der Mittagstisch in der «Mühle» wieder auf.

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.