SARNEN: Jugend-Kulturraum Obwalden ist auf Kurs

Der Jugend-Kulturraum Obwalden beim Kreisel Sarnen Süd findet breite Unterstützung. Der Bedarf ist zwar unbestritten, Anlass zu Diskussionen gab in der Vernehmlassung allerdings die finanzielle Beiteiligung der Gemeinden.

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Parkplatz beim Kreisel Sarnen Süd: Hier soll der Jugend-Kulturraum entstehen (Bild Adrian Venetz/Neue OZ)

Parkplatz beim Kreisel Sarnen Süd: Hier soll der Jugend-Kulturraum entstehen (Bild Adrian Venetz/Neue OZ)

Nach der Vernehmlassung zum Jugend-Kulturraum Obwalden verabschiedet der Regierungsrat den Bericht mit einem Kreditantrag zuhanden des Kantonsrats. Im Bericht werden Betriebskonzept, Standort und Finanzierung eines Jugend-Kulturraums für ältere Jugendliche ab 16 Jahren dargelegt. Vorgesehen ist, dass der neue Jugend-Kulturraum auf dem Parkplatz «Bänzenmätteli» beim Kreisel Sarnen Süd zu stehen kommt. Es wird dafür ein Doppelpavillon, der während der Sanierung der Kantonsschule Sarnen als Provisorium diente, zur Verfügung gestellt. Der Pavillon soll entsprechend den Bedürfnissen der Jugendlichen umgebaut werden. Dieses Vorhaben wurde im Rahmen der Vernehmlassung von den Parteien und allen Gemeinden des Sarneraatals gutgeheissen.

Gemeinden sollen für Unterhalt aufkommen
Der Regierungsrat beantragt dem Parlament, dass der Kanton die gesamten Investitionskosten von 350'000 Franken übernimmt. Die Gemeinden des Sarneraatals sollen im Gegenzug die betrieblichen Infrastrukturkosten wie Energie, Wasser, Kehricht oder gebäulicher Unterhalt von jährlich rund 30'000 Franken tragen. Drei Gemeinden sprachen sich im Rahmen der Vernehmlassung gegen ihre finanzielle Beteiligung aus mit der Begründung, dass es sich hier um eine rein kantonale Aufgabe handle. Der Regierungsrat hingegen verweist darauf, dass Jugendförderung grundsätzlich eine Aufgabe der Gemeinden ist. Damit die Realisierung eines zentralen Jugend-Kulturraums zu Stande kommt, ist der Kanton jedoch bereit, die Investitionskosten im Sinne einer Anschubfinanzierung zu übernehmen.

Kanton nimmt Gemeinden in die Verantwortung
Nachdem sich die Jugendlichen während Jahren erfolglos für einen Jugend-Kulturraum engagierten hatten, entschied sich der Kanton, sie dabei zu unterstützen. Damit wird das Projekt jedoch nicht automatisch zur alleinigen Aufgabe des Kantons. Die Gemeinden stehen nach wie vor in der Verantwortung. Der Regierungsrat ist der Auffassung, dass sie dieser Verantwortung nachzukommen und einen finanziellen Beitrag an den Jugend-Kulturraum zu leisten haben. Die Gemeinden sollen verpflichtet werden, für die jährlich anfallenden betrieblichen Infrastrukturkosten aufzukommen.

pd/bep