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SARNEN: Kanton hat grosse Pläne im Zentrum

Der Parkplatz zwischen dem Rathaus und dem Hotel Metzgern soll überbaut werden. Der Kanton will dafür bald einen Projekt­wettbewerb ausschreiben.
Matthias Piazza
Auf dem Parkplatz (unten) plant der Kanton eine Zentrumsüberbauung. Links in der Bildmitte das Rathaus. (Archivbild Daniel Reinhard)

Auf dem Parkplatz (unten) plant der Kanton eine Zentrumsüberbauung. Links in der Bildmitte das Rathaus. (Archivbild Daniel Reinhard)

Rund 3300 Quadratmeter gross ist die brachliegende Fläche zwischen Rathaus, Brünigstrasse und Sarneraa, die dem Kanton gehört. Dazu gehört auch das Haus Dorfplatz 4a. Wo heute noch rund hundert Autos parkieren, sollen bis in ein paar Jahren Wohnungen, Geschäfte und Büros entstehen. Die Idee ist zwar nicht ganz neu. Bereits 2004 entstanden erste Pläne dazu, wurden aber wegen der Hochwasserkatastrophe von 2005 vorerst auf Eis gelegt. 2014 hat der Kanton das Projekt Zentrumsüberbauung wieder an die Hand genommen.

«Intelligent nutzen»

«Wir wollen die zentral und ideal gelegene Brache intelligent nutzen für eine sinnvolle Überbauung – ganz im Sinne der geführten Diskussion im Kantonsrat, eine innere Verdichtung anzustreben und mit dem Kulturland schonender umzugehen als in der Vergangenheit», erklärt Baudirektor Paul Federer. «Das gebietet auch das eidgenössische Raumplanungsgesetz. Es ist nicht geschickt, wenn auf dem Platz bloss Autos parkieren.» Die Parkplätze sollen in eine darunterliegende Tiefgarage verschwinden, die über die Brünigstrasse erschlossen wird. Natürlich werde die Hochwassergefahr wegen der benachbarten Sarneraa und dem relativ hohen Grundwasserspiegel berücksichtigt. So werde das Parterre etwas höher gebaut.

Ursprünglich war geplant, dass auch ein Teil der kantonalen Verwaltung in die Zentrumsüberbauung zieht. Davon sei man aber komplett abgekommen, weil so zentrale Lagen besser mit Wohnungen, Büros und Geschäften genutzt werden könnten. Hingegen kann sich Paul Federer vorstellen, dass gewisse publikumsintensive Bereiche des Kantons wie etwa die Bibliothek oder kantonale Beratungsstellen hier Quartier beziehen könnten. Die Wohnungen sollen bezahlbar sein. «Vorstellen könnten wir uns ein altersdurchmischtes Wohnen.» Nicht in Frage kommen aus heutiger Sicht gemäss Federer Sozialwohnungen, da der Bedarf dafür in Sarnen derzeit nicht vorhanden sei.

Siegerprojekt steht 2017

Mitte dieses Monats wird der Regierungsrat einen Wettbewerb ausschreiben. Planerteams können sich mit ihren Vorschlägen bewerben. Die vom Regierungsrat gewählte Jury wird dann acht bis zehn Teams für die Bearbeitung der Aufgabe auswählen. Dieser gehört unter dem Vorsitz von Baudirektor Paul Federer nebst Architekten auch der Sarner Gemeindepräsident Paul Küchler an. «Damit stellen wir sicher, dass auch die betroffene Gemeinde vertreten ist und ihre Bedürfnisse einbringen kann», so Federer. Bis Mitte 2017 soll das Siegerprojekt erkoren werden. Bevorzugt wird nicht ein grossflächiges Einzelgebäude, sondern mehrere kleinere Gebäude.

Verkauf ist keine Option

Ob der Kanton selber als Bauherr auftritt oder das Projekt nach Abschluss der Planung einem Investor übergibt, sei noch offen. Die Option, das Land einfach zu verkaufen, verfolgt der Regierungsrat nicht weiter. Der Kanton wolle mindestens bis zur Genehmigung des Quartierplans das Projekt selber vorantreiben, weil mitten im Zentrum Sarnen sehr hohe Ansprüche miteinbezogen werden müssten. Die Planungs- und Bewilligungsphase werde etwa vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen, so dass bis 2021 die Baumaschinen auffahren und etwa zwei Jahre später die ersten Nutzer einziehen könnten.

Matthias Piazza

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