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SARNEN: Kantonsratswahlen: SVP und FDP gehen Listenverbindung ein

Der rechtsbürgerliche Block will gestärkt aus den Wahlen hervorgehen. Die Ortsparteien SVP und FDP sind deshalb eine Listenverbindung eingegangen. Wer eine der beiden Parteien wählt, unterstützt damit zwangsläufig auch die andere.
Philipp Unterschütz
Wahlurne. (Archivbild: LZ)

Wahlurne. (Archivbild: LZ)

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@obwaldnerzeitung.ch

Auf nationaler Ebene ist es bei Wahlen gang und gäbe, dass kantonale Parteien Listenverbindungen eingehen, um bei der Sitzverteilung mehr Mandate einheimsen zu können (siehe Kasten).

Auf lokaler Ebene waren Listenverbindungen bisher eher selten ein Thema. Für die kommenden Kantonsratswahlen vom 4. März sind nun die SVP (Liste 7) und die FDP (Liste 5) im Hauptort eine Listenverbindung eingegangen. Für beide Parteien ist es das erste Mal. «In erster Linie wollen wir unsere vier Sitze im Kantonsrat sichern und die rechtsbürgerliche Seite stärken», erklärt Peter Seiler, Vizepräsident der SVP Sarnen.

Natürlich gebe es Unterschiede zwischen den beiden Parteien, diese seien aber auf nationaler Ebene viel grösser als auf kantonaler. «Die FDP ist unser natürlichster Partner für eine Listenverbindung. Bei der CVP ist das politische Spektrum der Personen viel grösser.» Persönlich habe er gut mit den FDP-Vertretern in Sarnen zusammengearbeitet, man stelle viele Gemeinsamkeiten fest. Laut Seiler wurden zuerst die sieben Kandidaten gefragt, ob sie mit einer Listenverbindung mit der FDP einverstanden seien. Nachdem auch der Parteivorstand diskussionslos dafür war, sei man an die FDP herangetreten.

Reststimmen sollen nicht verloren gehen

«Eine klare Mehrheit im Vorstand war der Meinung, dass wir das ausprobieren sollten», sagt Branko Balaban, Präsident der Sarner FDP, die mit sechs Kandidaten antritt. «Wir haben zwei Sitze im Kantonsrat und die wollen wir behalten. Die Listenverbindung soll unterstützend wirken, sie kann eine Chance für uns sein.» Man habe die Verbindung zwar nicht wissenschaftlich analysiert, aber bei den letzten Wahlen hätte die FDP davon profitiert.

Ansonsten vertritt Branko Balaban die gleiche Meinung wie die Listenpartner von der SVP. «Wir wollen, dass der Block rechts von der Mitte gut aufgestellt ist.» Natürlich sei man sich nicht immer in allen Belangen einig mit der SVP. Und es sei schon so, dass durch die Listenverbindung nun FDP-Wähler indirekt auch die SVP unterstützen und umgekehrt. «Aber das ist immer noch besser, als dass die Stimmen an die linke Seite gehen.»

Das sieht auch SVP-Vizepräsident Seiler so. «In erster Linie wählen unsere Wähler die SVP, die ‹überzähligen› Reststimmen kommen in unseren gemeinsamen Topf und gehen so nicht verloren.» Er sei überzeugt, dass die Wähler der SVP den Nutzen sähen und lieber die rechtsbürgerliche Seite unterstützen würden.

Zuerst mal die Auswirkungen abwarten

Ob es künftig erneut Listenverbindungen zwischen den beiden Parteien geben wird, hängt nun natürlich vom Ergebnis der Wahlen ab und davon, ob beide Partner profitieren. Man dürfe auch nicht vergessen, betont Balaban, dass im überschaubaren Kanton, wo man sich kenne, nicht nur die Regierungs-, sondern auch die Kantonsratswahlen zu einem grossen Teil Kopfwahlen seien. «Wir denken von Geschäft zu Geschäft und werden in vier Jahren wieder schauen, wie die Lage ist und ob eine Listenverbindung Sinn macht», sagt Branko Balaban. Peter Seiler ist diesbezüglich etwas offensiver. «Ich würde mir wünschen, dass solche Listenverbindungen vermehrt angewendet werden, sofern die ‹Chemie› zwischen den Kandidaten respektive den Kantonsratsvertretern der beiden Parteien stimmt. Ich hätte es gerne gesehen, wenn die SVP auch in anderen Gemeinden solche Verbindungen eingegangen wäre.»

Eine interne Listenverbindung kennt in Sarnen (wie schon 2010) die CVP mit den Listen CVP-Land, CVP-Dorf und der freien CVP-Liste. Dieses Jahr versucht auch die CVP Engelberg das Mittel zusammen mit der Liste Generation Engelberg.

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