SARNEN: Landenberg-Prachtsvilla wird zur Ruine

An bester Lage mit schönster Aussicht steht ob Sarnen die 156 Jahre alte Villa Landenberg. Sie droht trotz Denkmalschutz zur Ruine zu werden.

Adrian Venetz
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Offene Fenster, zerfallender Balkon: Die Villa auf dem Landenberg (links) gibt derzeit ein schlechtes Bild ab. (Bild Corinne Glanzmann)

Offene Fenster, zerfallender Balkon: Die Villa auf dem Landenberg (links) gibt derzeit ein schlechtes Bild ab. (Bild Corinne Glanzmann)

Das Haus ist in einem desolaten Zustand. Bereits sind ausserhalb und innerhalb des Gebäudes Mauern eingebrochen. Vor knapp 20 Jahren sind die letzten Mieter ausgezogen. Seither steht das Haus leer. «Zutritt verboten», heisst es vor dem Tor zum Garten. «Es ist lebensgefährlich, sich im Haus aufzuhalten», sagt die Besitzerin der Villa, die aus Angst vor Immobilienspekulanten nicht genannt werden will.

Eine fachgerechte Sanierung würde gemäss einem Architekten mindestens 2,5 Millionen Franken kosten. So viel Geld wolle und könne sie für eine Renovation nicht in die Hand nehmen. Alle für diese Aussicht und Lage bezahle heute niemand den Mietzins, der dafür nötig wäre. Die Investition wäre angesichts der behördlichen Auflagen «ein finanzielles Abenteuer», sagt sie. «Dann fällt das Haus halt von allein zusammen», sagt sie.

Vielleicht gibt es noch einen Hoffnungsschimmer. Es gab bereits ein Gespräch mit dem neuen Denkmalpfleger Peter Omachen, was mit seinem Vorgänger offenbar nicht in konstruktivem Sinn möglich war. Doch Omachen sagt klar: «Ein Abriss kommt nicht in Frage.»