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SARNEN: Marsianer schwangen obenauf

UFOs setzten an der Kinderfasnacht zur Landung an. Bevor die fremden Wesen wieder abhoben, wurden sie von den Erdlingen fürstlich belohnt.
Invasion der «Marsmallows» am Schmutzigen Donnerstag in Sarnen. (Bild: Christoph Riebli / Neue OZ)

Invasion der «Marsmallows» am Schmutzigen Donnerstag in Sarnen. (Bild: Christoph Riebli / Neue OZ)

Primus Camenzind

Marsmännlein sind grün und ihre fliegenden Untertassen (UFO) silbrig! In diesen Farben landeten die «Marsmallows» nicht zu verwechseln mit den Schleckwaren aus Schaumzucker – am Schmutzigen Donnerstag kurz vor 14 Uhr auf dem Schulhausplatz. Unsere Zeitung sprach noch vor Umzugsbeginn mit der Flottenkommandantin.

Die ursprünglich aus Sarnen und Sachseln stammenden Familien Büchler, Rohrer und Prinz landeten vor Jahren wegen eines Navigationsfehlers auf dem Planeten Mars. Das ständige Heimweh veranlasste nun die Kommandantin Andrea Rohrer, mit Kind und Kegel zu Mutter Erde zu reisen. Die «Marsmallows» hoben am frühen Morgen ab, durchrasten mit Lichtgeschwindigkeit das Sonnensystem und landeten kurz vor 14 Uhr auf dem Sarner Schulhausplatz. «Dass wir ausgerechnet hier absetzen, wo eine Kinderfasnacht stattfindet, ist reiner Zufall», meint sie. «Glücklicherweise sind unsere Männer nicht an Bord, denn ich schätze sie alle als Fasnachtsmuffel ein», gibt sie uns Erdlingen zu verstehen. «Unsere Kinder hingegen sind äusserst inspiriert und voller Tatendrang», lobt die inzwischen zur Marsfrau mutierte Expeditionsleiterin. «Auch ohne Männer sind wir Marsfrauen spontan bereit, hier am Umzug teilzunehmen. Und da unser Erscheinen schon auffällig genug ist, verzichten wir auf jegliche Maskierung», lässt uns «Chief Commander» Rohrer wissen.

Viel Flugverkehr am Umzug

Auf der «Umlaufbahn» im Sarner Dorf war alle Vorsicht geboten, damit die in niedriger Höhe schwebenden UFOs nicht mit den Flugzeugen und Heli­kop­tern der Rega und oder der Kägiswil Air kollidierten. «Ich kann mir vorstellen, dass die Väter unserer Kinder erst recht froh sind, wenn sie sich an diesem närrischen Flugverkehr nicht beteiligen müssen», betont die 44-jährige Flottenleaderin. Immerhin unterstützten die auf dem Mars Zurückgebliebenen ihre Familien über eine Distanz von mehr als 200 Millionen Kilometer moralisch, und sie sorgten vor der Abreise für den einwandfreien Zustand sämtlicher fliegenden Untertassen.

Der Kinderumzug fand auf dem Dorfplatz ohne nennenswerte Zwischenfälle und bei frenetischem Applaus der Zuschauer ein Ende. Commander Rohrer: «Wir sind trotz unserer exotischen Erscheinung von den Erdlingen herzlich aufgenommen worden.» Die kleinen Marsmännlein und -fräulein träumen sogar davon, im kommenden Jahr wieder an die Sarner Kinderfasnacht zu fliegen. «Es sind bereits Ideen vorhanden, wie wir dieses Weltraumabenteuer erneut wagen könnten», lässt die Kommandantin verlauten.

Mit Geld und Gold zurück

Gespannt warteten die Gäste vom Mars auf die Rangverkündigung. «Je mehr Erdlinge als Gewinner ausgerufen wurden, desto heftiger schlug mein Herz», schildert die Marsfrau unserer Zeitung das Prozedere. Sollte das ganze Experiment etwa für die Katz gewesen sein?

«Und der absolute Siegerpreis geht an ‹Marsmallows›», verkündete kurz darauf der Platzsprecher. Überglücklich nahmen die Kommandantin Rohrer und ihre Crew Bargeld und Gold aus den Händen von Zunftmeister Clemens I. in Empfang. Die Delegation verabschiedete sich mit einer UFO-Ehrenrunde über dem Sarner Dorfbrunnen von der alten Heimat Erde und entschwand himmelwärts. Ob der Umtausch von Schweizer Franken und Gold auf dem Mars möglich ist, erfahren wir hoffentlich an der Kinderfasnacht 2016.

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