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SARNEN: Mit einer neuen Schule mehr Leute ausbilden

Der Förderverein für Berufsbildung in Myanmar hat seine Arbeit vorgestellt. Mit dem Bau eines Schulgebäudes sollen noch mehr junge Menschen profitieren können.
Katharina Schädler
So soll das neue CVT-Schulhaus mit Werkplätzen dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll das neue CVT-Schulhaus mit Werkplätzen dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Katharina Schädler

Seit 2011 erlebt Myanmar einen wirtschaftlichen Aufschwung – besonders in den Grossstädten. Im Land herrscht ein regelrechter Bauboom und der Arbeitsmarkt verlangt nach gut ausgebildeten Leuten, erklärte Heini Portmann am Freitag an einer Infoveranstaltung in Sarnen. Auch der Landwirtschaftssektor, wo sich 70 Prozent der Bevölkerung betätigten, mechanisiere sich zunehmend, meinte der Präsident des Fördervereins Kompetenzzentrum für Berufsbildung Myanmar (CVT) weiter. Und: Die wirtschaftlichen und politischen Veränderungen fordern das veraltete Bildungssystem sehr stark. Denn trotz der beschränkt vorhandenen Mittel müssen Lehrkräfte ausgebildet und ein Berufsbildungssystem entwickelt und aufgebaut werden.

Seit 2002 führt das CVT, dessen Förderverein in Sarnen ansässig ist, in Yangon eine Modellschule für Berufsbildung (KV, Schreiner, Elektriker, Metallbearbeiter). Mit Erfolg gelang es, das duale Bildungssystem im ostasiatischen Land nachhaltig einzuführen, so Portmann weiter. Jugendlichen nach der Schulzeit eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen, war ursprünglich der Sinn des Projektes. Hinzugekommen ist jedoch ein weiteres Projekt. Dieses ermöglicht wirtschaftlich oder sozial schwach gestellten Kindern den Schulbesuch in der Oberstufe. Somit können sie einen Abschluss machen und ihre Zukunftschancen erheblich verbessern.

Bau des neuen Schulgebäudes

Bis 2017 möchte das CVT die Schülerzahl verdoppeln und schrittweise Weiterbildungskurse für Berufsleute und Ausbildner aus den lokalen Betrieben anbieten. Dafür braucht es angepasste Infrastrukturen und gut ausgebildetes Personal. Auf dem Grundstück des Arbeitsministeriums soll zudem ein neues Schulhaus mit Werkplätzen entstehen, wie am Infoabend des Fördervereins zu erfahren war. Die Bauarbeiten werden vom Deza (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) unterstützt. Geplant ist der Bau von drei Schulgebäuden und einer Werkhalle. Das Projekt wird derzeit in Myanmar eingereicht und lokal vergeben. Die Schweizer Fachleute machen danach nur noch die nötigsten Arbeiten.

Finanzierung über Spenden

Der Förderverein arbeitet ehrenamtlich, und von 100 Franken werden nur 2 Prozent für die Administration verwendet. Das Deza bezahlt zwar den Gebäudebau und Investitionen in neue Angebote. Damit die Berufsbildung weiterhin gesichert ist, ist der Verein auf Spenden angewiesen. Der Verein versucht, lokale Finanzierungsquellen zu erschliessen, um mittelfristig auch die finanzielle Selbstständigkeit zu erreichen. So zahlen Lehrbetriebe Beiträge ans CVT, und es werden Kursgebühren für Zusatzangebote erhoben. Ebenso will man ein lokales Fundraising aufbauen, um Gelder von Privaten, Unternehmen und Institutionen zu sammeln. Auch in der Schweiz werden Partner gesucht. Einerseits Spender oder Finanzierungspartner, andererseits Hochschulen und Anbieter von Tertitärausbildungen. Willkommen sind aber auch Fachleute mit pädagogischem Flair.

Mehr Infos gibt es auf: www.cvt-myanmar.org

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