SARNEN: Neuer Uferweg erfüllt alten Wunsch

Mit grosser Freude eröffnete Gemeindepräsident Paul Küchler den neuen Uferweg Goldmatt–Kurhaus. Er ist das Resultat der Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Kurhaus und Landwirten als Grundeigentümern.

Romano Cuonz
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Sie waren an der Realisierung des Wegs massgeblich beteiligt (von links): Paul Küchler, Hansueli Sigrist, Roman Wüst und Ivo Näpflin. (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 31. Mai 2017))

Sie waren an der Realisierung des Wegs massgeblich beteiligt (von links): Paul Küchler, Hansueli Sigrist, Roman Wüst und Ivo Näpflin. (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 31. Mai 2017))

Romano Cuonz

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Ein Fussweg entlang dem Westufer des Sarnersees von Sarnen bis nach Giswil ist ein in Obwalden seit mehr als 40 Jahren gehegter Wunsch», sagte der Sarner Gemeindepräsident Paul Küchler. Umso grösser sei seine Freude darüber, dass er nun tatsächlich das erste, 237 Meter lange Teilstück von der Goldmatt zum Kurhaus am See eröffnen dürfe. «Wir Sarner wollen das Grosse denken und kleine Schritte nehmen», meinte er dazu. Zusammen mit Küchler freuten sich am Mittwochabend zahlreiche Sarner. Alle hatten sie den neuen Weg eben wandernd erkundet.

«Kraft und Beharrlichkeit» waren nötig

An der kleinen Einweihungsfeier trafen sie auf all die vielen «Drahtzieher», die dieses Gemeinschaftswerk überhaupt erst möglich gemacht hatten. Allen voran war da Roman Wüst, der Direktor der Sarner Residenz Am Schärme. «Seiner visionären Kraft und Beharrlichkeit verdanken auch unsere Gäste letztlich diesen ruhigen idyllischen Fussweg am See», lobte Pia Britschgi, Leiterin Kurhaus am Sarnersee, in ihrer Festansprache. Wüst sei ganz nach der Spruchweisheit «Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg» das Kunststück gelungen, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Zu diesen Beteiligten, die erst einmal Hand bieten mussten, gehören auch Landwirte. Vorab Hansueli Sigrist, der den Löwenanteil an nutzbarer Fläche (insgesamt sind es 300 Quadratmeter) beigesteuert hatte. «Die Gemeinde als Bauherrin hat unsere Anliegen immer ernst genommen», anerkannte Sigrist. In der Tat: In sensiblen Bereichen wird das Wiesland durch Drahtzäune gegen Übertritte von Menschen oder Hunden oder auch gegen Abfall geschützt. «Sehr ernst nehmen mussten wir Naturschutzanliegen», erklärte Gemeindepräsident Paul Küchler. Nur einer Ausnahmebewilligung verdanke man, dass der Weg da und dort die gesetzlich geforderten 10 Meter Abstand vom Seeufer unterschreiten dürfe. «Gerade dort sollen Zäune den Spaziergängern zeigen, dass sie hier Gäste sind», meinte Küchler.

Ein Provisorium und weitere Ruhebänke

Ein grosses Dankeschön sprach der Gemeindepräsident auch den Mitarbeitern der Gemeinde aus, namentlich dem federführenden Projektleiter Ivo Näpflin. Die Arbeiten am 1,5 Meter breiten Kiesweg mit zwei Holzbrücken und das Erstellen der Zäune dürften die Gemeinde rund 150 000 Franken kosten. Die Brücke am Blattibach allerdings sei nur ein Provisorium, so Küchler. «Dort müssen wir den Weg spätestens nach der Realisierung von nötigen Hochwasserschutzmassnahmen neu führen.» Noch ein Versprechen gab Küchler ab: Demnächst wolle die Gemeinde am neuen Weg weitere Ruhebänke aufstellen. Auch soll ein Verbotsschild klar signalisieren, dass es sich hier ausschliesslich um einen Fussweg handelt. Das Kurhaus schliesslich will am Weg sogar ­einen kleinen Kiosk einrichten.