SARNEN: Nun kann das neue Seebad realisiert werden

Im Jahr 2005 wurde das Strandbad in Sarnen vom Unwetter verwüstet – voraussichtlich 2010 wird jetzt ein neues in Betrieb genommen. 2826 Stimmberechtigten haben sich für das 23-Millionen-Projekt ausgesprochen.

Drucken
Teilen
So könnte das 25-Meter-Schwimmbecken des neuen Strandbades aussehen. (Visualisierung pd)

So könnte das 25-Meter-Schwimmbecken des neuen Strandbades aussehen. (Visualisierung pd)

Dagegen haben 1031 Einwohner mit Nein votiert. Entstehen werden nun eine neue Strandbadanlage mit einem 25-Meter-Schwimmbecken und einem Seerestaurant, eine 5-Stern-Campinganlage sowie drei Tennisplätze und zwei Beachvolleyball-Felder. Auf dem Campingplatz sind 97 Residenzplätze, 111 Touristenplätze und ein dezentrales Servicegebäude geplant.

Für die Erstellung der gesamten Anlage rechnet man mit Kosten von rund 23 Millionen Franken. Rund 5 Millionen Franken davon kommen aus der Kasse der Versicherungen und der Glückskette. Das Volk hatte deshalb über einen Kredit von netto 17,85 Millionen Franken abzustimmen. Aus Rückstellungen der Jahre 2006 und 2007 stehen 2,8 Millionen Franken bereit, sodass sich ein Finanzierungsbedarf von rund 15 Millionen Franken ergibt.

Landabtausch mit Korporation
Neben dem Kredit mussten die Stimmberechtigten einer zweiten Vorlage ihren Segen geben: einem Landabtausch zwischen der Korporation Freiteil und der Einwohnergemeinde. Die geplanten zusätzlichen Parkanlagen sowie die drei Tennisplätzen mit einer Erschliessungsstrasse kommen auf dem Land der Korporation Freiteil zu stehen. Die Korporation und die Einwohnergemeinde haben sich deshalb auf einen Landabtausch geeinigt. Die Gemeinde soll die Parzelle 735 Hasli übernehmen. Dafür erhält die Korporation rund einen Drittel der Parzelle 2768 Feld. Obwohl die Parzelle Hasli mehr als doppelt so gross ist, muss die Einwohnergemeinde nicht zusätzlich Geld drauflegen - das Land im Dorf ist mehr wert als jenes am See.

Nun kann das Baubewilligungsverfahren eingeleitet werden. Nach Abschluss der Badesaison 2008 kommt es im September zum Abbruch der bestehenden Gebäude und Anlagen. Nach weiteren Vorbereitungsarbeiten (Rohplanie, Pfählung) ist im März 2009 der Baubeginn der Hochbauten und der Umgebung geplant. Die «Inbetriebnahme» ist auf Februar 2010 angesetzt.

ig