SARNEN: Obwalden will mehr Geld nach Luzern zahlen

Die Obwaldner Regierung will den Kantonen Luzern und Zürich für ihre Kultureinrichtungen rund 20 Prozent mehr zahlen als bisher. Sie beantragt dem Parlament für die Jahre 2014 bis 2016 einen Rahmenkredit von 1,458 Millionen Franken.

Merken
Drucken
Teilen
Pianist Kirill Gerstein vom Luzerner Sinfonieorchester im KKL. Obwalden soll künftig mehr zahlen nach Luzern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Pianist Kirill Gerstein vom Luzerner Sinfonieorchester im KKL. Obwalden soll künftig mehr zahlen nach Luzern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Mit der Erhöhung des Beitrags berücksichtigt der Regierungsrat den Anstieg der Obwaldner Besucherzahlen in den Kultureinrichtungen, wie es im am Dienstag veröffentlichten Bericht ans Parlament heisst.

Von der Zahlung profitieren sollen weiterhin zu 90 Prozent in Luzern das KKL, das Stadttheater und das Sinfonieorchester sowie zu 10 Prozent in Zürich das Opernhaus, das Schauspielhaus und die Tonhalle.

Luzern und Zürich würden für die Grossregion Zentralschweiz bedeutende kulturelle Angebote anbieten. Diese würden auch im Kanton Obwalden zur Standortqualität beitragen. Obwalden könne es sich nicht leisten, abseits zu stehen und die Einrichtungen gratis zu beanspruchen, begründet die Regierung ihren Antrag.

Seit 2010 besteht für die Zusammenarbeit bei den überregionalen Kultureinrichtungen eine Vereinbarung. Dieser sind Zürich, Luzern, Schwyz, Zug, Uri und Aargau beigetreten. In Obwalden lehnte das Volk 2009 in einem Referendum den Beitritt ab.

Wie der Kanton Nidwalden richtet Obwalden gemäss einem Beschluss des Kantonsparlaments einen freiwilligen Beitrag an die Kulturhäuser in Luzern und Zürich.

In Schwyz wird am Mittwoch im Kantonsparlament eine Motion behandelt, die den Ausstieg aus der Vereinbarung fordert. Der Vorstoss mit dem Titel "Keine Kulturbeiträge mehr an den Kanton Luzern" gilt als Retourkutsche für Luzerns Austritt aus dem Konkordat zur Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz.

sda