SARNEN: Obwaldner Ode wird erstmals aufgeführt

Das Hochwasser brachte es an den Tag: Eine 200-jährige Ode an Obwalden wurde im Frauenkloster St. Andreas entdeckt.

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Schwester Rut-Maria Buschor vom Frauenkloster Sarnen blättert in der «Ode an Obwalden». (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Schwester Rut-Maria Buschor vom Frauenkloster Sarnen blättert in der «Ode an Obwalden». (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Hochwasser haben manchmal auch ihre guten Seiten. So tauchte bei der Beseitigung der Hochwasserschäden im Frauenkloster in Sarnen eine unbekannte Partitur aus dem Jahr 1821 auf. Kleriker, Musikfreunde und Historiker entschlüsselten gemeinsam das Rätsel um das unbekannte Werk. Dessen Inhalt war eine Ode zu jeder der sieben Gemeinden Obwaldens und zum Kanton selbst. «Ode an Obwalden» lautete der Titel.

Eine Partitur musste her

Der ehemalige Präsident der Obwaldner Kulturförderungskommission, Josef Gnos, nahm sich dem Werk an und stellte fest, dass man dessen Wert nur beurteilen könne, wenn man es zusammenfasste und eine Partitur schrieb. Das übernahm der Sachsler Musiker in einer Sisyphusarbeit. Leo Furrer ein Kenner der altdeutschen Sprache, transkribierte die Texte. Schwester Rut Maria vom Kloster St. Andreas fand heraus, dass es sich beim Komponisten mit hoher Wahrscheinlichkeit um Pater Bernhard Infanger (1776–1837) vom Kloster Engelberg handelte. Dieser schrieb das Werk als satirisches Unterhaltungsstück.

Nun wird das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks die Ode am Kammermusikfestival «erstklassik am Sarnersee» am 1. September zur Uraufführung bringen.

Red

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