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SARNEN: Obwaldner Team will hoch hinaus

Der Red-Bull-Flugtag ist dieses Jahr in Zürich. Unter vielen Bewerbern setzte sich ein Obwaldner Team durch. Sein Motto: «Schnuiz isch geil.»
Nadja Häcki
Ein Team von Holzbautechnik Burch baut am Fluggerät für den Red-Bull-Flugtag. (Bild Martin Uebelhart)

Ein Team von Holzbautechnik Burch baut am Fluggerät für den Red-Bull-Flugtag. (Bild Martin Uebelhart)

Nadja Häcki

Trotz Wochenende herrscht am Samstagmorgen motiviertes Treiben in der Holzbautechnik Burch AG: Einige Mitglieder des zwanzigköpfigen Teams sind mit dem Zusammenbau ihrer Flugkonstruktion beschäftigt. Das Grundgerüst steht, nun werden noch der grosse Flügel und Dekorationen angebracht. Als Endprodukt soll eine Comicfigur entstehen, «Yosemite Sam», der kleine, gefährliche Gegner von Bugs Bunny. Um der Figur seine charakteristischen Merkmale zu geben, stellt das antreibende Gefährt seinen Körper in den schwarzen Stiefeln dar. Die Flügel präsentieren sich als sein markanter, roter Schnauzbart. Doch wozu dieser grosse Aufwand?

Weltrekord liegt bei 78 Metern

Nach einem amüsanten Abend beim Skiweekend der Firma entstand bei einigen Mitarbeitern die Idee, am Red-Bull-Flugtag 2016 in Zürich teilzunehmen. Dieser Flugtag gibt es seit 1992 in Wien. Mittlerweile wurde er über 100-mal an unterschiedlichen Orten ausgetragen. Ein einzelner Event kann bis zu 300 000 Besucher anlocken, und das aus gutem Grund: Mit äusserst kreativen Vorstellungen und Flugkonstruktionen unterhalten die Teilnehmer die anwesenden Zuschauer. Dabei landen viele der Teams kurz nach dem Start von der 6 Meter hohen und 30 Meter langen Rampe im Wasser. Trotzdem versuchen immer wieder neue Teams, den bisherigen Weltrekord eines kalifornischen Teams aus dem Jahr 2013 von 78,6 Metern Flugdistanz zu knacken.

Seit der Idee der Teilnahme seien viele Stunden der Vorbereitung in das Projekt geflossen, erzählt Jost Britschgi, Projektleiter in der Firma und Präsident des Plauschclubs. An zwei Samstagen und auch unter der Woche an den Abenden werde insgesamt an «Yose­mite Sam» gebastelt. Um überhaupt teilnehmen zu können, brauchte es zuerst eine Projektierung des Vorschlags. Dabei galten strikte Vorgaben für Höhe, Breite und Länge der Flugkonstruktion. Diese mussten genau umgesetzt werden. Auch die Personen auf der Rampe sind bereits bestimmt. Diese fünf bestehen aus vier «Anschiebern» und einer Person, die mit dem Flügel (oder in diesem Fall mit dem Schnauzbart) eine möglichst weite Flugdistanz über das Wasser hinlegen soll.

Auch für Kreativität gibts Punkte

Neben der Flugdistanz zählt auch der Auftritt des Teams zur Bewertung dazu. So kreativ wie möglich soll die Jury an diesem Tag überzeugt werden. Beispielsweise sind Formel-E-Rennfahrer Neel Jani oder Sängerin Francine Jordi Mitglieder der insgesamt zwölfköpfigen Jury. Diese wird die Teams in den Kriterien Kreativität, Darbietung und Weite bewerten. So gibt es neben dem Team aus Obwalden zum Beispiel auch die Power Rabbits aus Würenlos, die ganz «bescheiden» zu verstehen geben, dass sie den Weltrekord sicher überbieten würden, oder das Bündner Team Giachen, das die Bündner Steinböcke Gian und Giachen nun auch fliegen lassen will.

Das Obwaldner Team könnte beim Wettkampf mit seinen Fachkenntnissen auftrumpfen. Mit viel Leidenschaft und Freude ist nun der filigrane Flügel aus Holz und Metallrohren mit Schrumpffolie überzogen und verschweisst worden. Für den Flügel hat sich Jost Britschgi gar von einem Modellflieger aus Rothrist nützliche Tipps geben lassen.

Der nächste Schritt: Nun steht das Gefährt zum Anmalen bereit. Dem Tag der Tage, dem 16. Juli, steht nicht mehr viel im Weg. Das Obwaldner Team wird mit einem Car anreisen und die Teilnehmer auf der Rampe tatkräftig unterstützen.

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